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MontanaBlack nach NFT-Giveaway mit Hakenkreuz darin in scharfer Kritik

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Nachdem MontanaBlack in den letzten Wochen mehrfach NFTs (Längere Erklärung des Phänomens, andere siehe unten) beworben hatte, stand er immer wieder in der Kritik. Grund dafür ist, dass es eine Menge negative Stimmen über dieses Verhalten gibt aufgrund des kritischen Stands von NFTs – nun postete er ein Giveaway, in dem ein Hakenkreuz zu sehen war.

Beim besagten Tweet handelte es sich dabei um ein Gewinnspiel für 5 NFTs und Whitelist-Plätze (WL), um beim Release früher dabei sein zu können. Um dabei mitspielen zu können, hätte man MontanaBlack, dem Anbieter Kongdo Club folgen, den Tweet retweeten, drei Nutzer in einer Antwort markieren und dem Discord-Server joinen müssen. Dieses Gewinnspiel dürfte jetzt jedoch als abgebrochen erklärt sein.

Was sind NFTs? – Kurze Erklärung.
Bei NFT (Non-Fungible Token) handelt es sich um ein in der Blockchain einem festen Besitzer zugeschriebenes, und somit nicht ersetzbares, geschütztes Objekt. Da in der Blockchain alles aufeinander basiert, können hier hineingeschriebene Informationen nicht geändert oder gefälscht werden, da alle am Prozess beteiligten Nutzer Zeugen dieses sind.
Dafür kommt meist die Ethereum-Blockchain zum Einsatz. Ethereum ist eine Kryptowährung, die zweitbekannteste nach Bitcoin.

Hakenkreuz im Bild des Postings von MontanaBlack enthalten

Dabei hatte sich jedoch etwas ins Bild „geschlichen“, was MontanaBlack selbst mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht aufgefallen war, dort aber mit Sicherheit auch nicht unabsichtlich gelandet ist. Nämlich eine Hakenkreuz-Armbinde, die sich im Hintergrund befindet und den Nationalsozialisten zuzuordnen ist. Der Rest des Avatars, der hier nicht abgebildet ist in diesem kleinen Ausschnitt, macht ersichtlich, dass es sich dabei um Adolf Hitler handelt.

Einige Minuten nach dem Posting löschte er aus wahrscheinlich diesem Grund den Beitrag wieder. Bereits zuvor hatten etliche Nutzer genau das unter das Bild geschrieben, um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass es überhaupt nicht in Ordnung ist, so etwas zu bewerben.

Bereits in der Vergangenheit waren NFT-Collections, die ein relativ neues Phänomen sind, immer wieder negativ aufgefallen, weil dort rechte oder rechtsextreme Inhalte vorhanden waren. Neben Inhalten der Kolonialisierung kam es dabei auch zu Sichtungen von nationalsozialistischen Zeichen, was in Deutschland bereits seit 1945 verboten ist.

Antwort von Tanzverbot auf besagten, mittlerweile gelöschten Tweet

Rest des Bildes macht den Vorfall nicht besser

Wie im unteren Tweet zu sehen, ist das ganze NFT-Bild, das in MontanaBlacks Tweet nur im Hintergrund gezeigt wurde, nicht gerade entlastend für die Situation. Von einer satirisch dargestellten Figur ist nur schwer zu sprechen, selbst wenn das den Vorfall auch nicht besser machen würde – denn es handelt sich recht deutlich um Adolf Hitler.

Zitat/Tweet mit dem genutzten Material

Kritiker werfen MontanaBlack jetzt vor, dass er für die NFT-Beiträge einfach nur eine ganze Menge Geld bekommen und es nur deshalb beworben hätte, obwohl er dies bei seinem Einkommen nicht nötig habe. Ein Kritikpunkt, der bei NFTs nicht selten fällt. Tatsächlich handelte es sich um eine Werbeanzeige bei dem Posting, relativ sicher sollte jedoch sein, dass er so etwas nicht wirklich bewerben wollte – zumindest bleibt das zu hoffen.

Kritisches Video über MontanaBlacks NFT-Tweets

Ob es sich um eine absichtliche Aktion des NFT-Anbieters und seiner Collection handelt oder nicht, bleibt abzuwarten. In ein gutes Licht kann dieser Vorfall den aktuellen NFT-Hype jedoch sicher nicht bringen, im Gegenteil.

Für mehr Informationen, sobald es diese gibt, kann man uns gern auf Twitter folgen.

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Bastian Braun

Herausgeber und Autor, nimmt sich selbst weniger ernst als Bielefeld, oft sarkastisch, kreativ und Gelegenheitskritiker.

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Random Joke

Denke auch das, was Tanzverbot dazu sagte und kann es mir auch gut vorstellen, einfach ein schneller paycheck und das wars, aber naja was will man machen da wirklich

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