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Ausschnitt/Zitat aus Lil Tays Musikvideo

Nach Lil Tays Fake-Tod: Alles nur Promo fürs Comeback?


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Vor rund fünf Jahren machte die Influencerin Lil Tay damit auf sich aufmerksam, dass sie mit ihrem angeblich zur Genüge vorhandenen Geld im Internet prahlte – vor allem in Songs und auf ihrem Instagram-Account. So sammelte sie mehrere Millionen Follower, doch am Ende wurde es sehr still um sie.

Schließlich hieß es dann Mitte August, Lil Tay und offenbar auch ihr Bruder seien verstorben. Nur wenige Tage später kam dann jedoch die Nachricht, dass es sich dabei um eine Falschnachricht gehandelt habe und sie wohlauf seien.

Nun, nicht lange danach, kommt von ihr ein professionell erstelltes Lied heraus, das “Sucker 4 Green” heißt und ihre Karriere dort wieder aufnimmt, wo sie vor ein paar Jahren abrupt relativ schnell wieder geendet hatte. Was ist da los? Und von wem kommen die “Fake News” zum Lil Tay Tod?


Erst tot, dann lebendig und dann ein Song: Lil Tays Comeback wirft Fragen auf

Lil Tay, die bürgerlich Tay Tian heißt, hat mittlerweile ein Alter von 16 Jahren, geboren wurde sie am 29. Juli 2007. In ihrem neuen Musikvideo provoziert sie durch wenig Bekleidung zusätzlich, offenbar soll der neue Song ihrer Karriere zu einem neuen Durchstarten ermöglichen. Doch der Zeitpunkt ist mehr als eigenartig.

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Denn dass Lil Tay den Song mit allem drum und dran in unter zwei Wochen einfach mal so nach langer Abwesenheit produziert hat, ist doch mehr als unwahrscheinlich. Vorher lange nichts, dann heißt es, sie sei tot, dann dauert es ein paar Tage, es heißt, sie sei es doch nicht und dann auf einmal ist schon ein Song da.

Twitter-Nutzer irritiert über den angeblichen Lil Tay Tod und ihr Comeback – alles nur Promo? Quelle: Twitter/X

Sie selbst sagte davor: “Vor fünf Jahren wurde ich berühmt. Und mein missbräuchlicher, abwesender Vater – der bis zu diesem Zeitpunkt jahrelang nicht in meinem Leben gewesen war – beschloss, in mein Leben zurückzukehren, um die Kontrolle über meine Karriere und mein Geld zu übernehmen. Deshalb bin ich verschwunden”, wie Vulture berichtete.


Lil Tays Comeback in 2023: Was ist wahr und was nicht?

Offenbar soll ihr Vater für die Todesmeldung verantwortlich sein. Zudem erzählt sie, er habe sie jahrelang missbraucht. Bereits 2018 hatte es Drama gegeben, weil sich die Mutter und der Vater von Lil Tay in einem Sorgerechtsstreit gegenseitig keine Geschenke machten. Nun soll sie sich wieder bei ihrer Mutter befinden. Ihr Vater und seine neue Freundin hätten, so hieß es 2020, mehrfach versucht, sie aus dem Showbusiness herauszubekommen, weil das nicht gut für sie sei.

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Lil Ty Comeback mit Song “Sucker 4 Green”, Quelle: YouTube

Irgendwie ist die ganze Geschichte damit zumindest eigenartig. Auch auf Twitter bemerkten das viele Nutzer, die sich fragten, ob die ganze Story am Ende doch nur ein Bluff gewesen sei.

Doch die Karriere rund um Lil Tay lebt in gewisser Weise auch davon, eine Menge Drama zu beinhalten. Immerhin damit blieb sie jahrelang nach ihrem Verschwinden in den sozialen Netzwerken im Gespräch, sodass ihr Hype nun wieder recht groß ist. Schon ganze 3 Millionen Aufrufe erhielt das Musikvideo innerhalb von rund drei Tagen. Die Kommentare verhöhnen das Ganze jedoch mehr als dass sie es loben.


Der Song allerdings ist hochwertig produziert. Sowieso fragt man sich, wer das wiederum bezahlt haben soll – immerhin ist eine solche Produktion mit Song, Tänzern und Musikvideo nicht billig.

Am Ende bleibt damit nur die Skepsis, was wahr ist und was nicht. Ob Lil Tay ihre Trauma verarbeiten konnte und nun wieder Songs produziert, ob das alles noch Teil eines Sorgerechtsstreits ist oder ob hier nur auf eigenartige Weise das Comeback einer Sängerin aus dem Nichts gestartet werden soll.

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