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Ausschnitt/Zitat aus Video

Anzeigenhauptmeister: “So was wie die Stasi sollte es schon geben”


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Aktuell dreht sich viel um den Anzeigenhauptmeister, der im Jahr über 4.000 Falschparker anzeigt. Durch eine SPIEGEL TV-Dokumentation wurde er bekannt, mittlerweile konnte man ihn in vielen großen Medien sehen. In einem Interview hat er sich nun bei der WELT geäußert und erneut für Wirbel gesorgt – und dabei verraten, was sein Ziel ist.

Denn dort zeigte er sich in einigen Fragen doch relativ eigen. Wie schon zuvor bekräftigte er nochmal seine Aussage “Gesetz ist Gesetz”. Für ihn ist das Gesetz die höchste Maxime, daneben scheint es nicht viel zu geben. Bereits zuvor haben wir erklärt, wer der Anzeigenhauptmeister eigentlich ist und wieso auf einmal alle über ihn reden.

Der Anzeigenhauptmeister gibt sich sehr distanziert

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Ausschnitt/Zitat aus Dokumentation, SPIEGEL TV

Im Interview hält er sich mit seinen Antworten recht kurz. Er gibt an, noch nie Alkohol getrunken und auch nie geraucht zu haben. Seine Interessen liegen vor allem in Recht, Gesetz und Medizin. Seiner Umwelt steht er eher stoisch entgegen, ein paar seiner Antworten hat er auch im Nachhinein wieder streichen lassen. “Ich habe es abgelehnt, etwas mit Menschen zu machen”, sagte er der WELT auf die Frage, ob er Freunde in der Schule hatte.


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Einen ähnlichen Eindruck hatten auch diverse Streamer, darunter auch MontanaBlack, die vermuteten, dass Niclas M., wie der Anzeigenhauptmeister heißt, in seiner Jugend wohl viel mitgemacht haben würde.

Problematische Worte über Stasi – Befürwortet der Anzeigenhauptmeister Überwachung?

Auf die Frage, ob die ehemalige DDR in seinem Leben – er ist in Sachsen-Anhalt aufgewachsen – eine Rolle gespielt habe und ob er Sympathien für das System gehabt hätte, antwortet er mit einer problematischen Aussage.

Anzeigenhauptmeister: "So was wie die Stasi sollte es schon geben" 13
Auch Reactions gab es in den letzten Tagen eine Menge, wie hier bei MontanaBlack

“So was wie die Stasi sollte es schon geben”, sagt er. Er führt aber weiter aus: “Nicht in dem Ausmaß. Es gab psychologische Zerstörung. Solche Methoden sollte es nicht geben. Aber die reine Überwachung, das finde ich in Ordnung”. Mit solchen Aussagen macht sich der ohnehin schon unter einem schlechten Ruf leidende Anzeigenhauptmeister natürlich nicht beliebter – aber immerhin befürwortet er die Stasi nicht in ihrer Gänze.


Bei SPIEGEL TV soll es mit neuen Folgen sogar weitergehen, auch im ZDF und bei ntv konnte man M. in den letzten Tagen öfters noch einmal sehen.

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Was der Anzeigenhauptmeister erreichen will

Das Ziel des Anzeigenhauptmeisters scheint vor allem zu sein, dass durch sein Auftreten vom Falschparken abgesehen wird. “Mit meiner Erfolgsbilanz werde ich so bekannt wie der Bundeskanzler”, soll er der BILD gesagt haben. Die Aussage bestätigte er im Interview mit der WELT nochmal: “Dann kennt man mich. Meine Bekanntheit könnte dafür sorgen, dass notorische Falschparker ihr Handeln überdenken”.

Angst davor, verletzt zu werden, scheint er im Interview auch nicht gehabt zu haben. Er sagt, Angst sei ein Fremdwort für ihn. Erst vor wenigen Tagen soll er jedoch in einer S-Bahn angegriffen worden sein – M. soll sogar ins Krankenhaus gekommen sein. Die Tat hat aber nach aktuellen Informationen schon vor dem Interview stattgefunden, die Täter sind noch unbekannt. In der Falschparker-App belegt M. übrigens nicht den ersten Platz, vor ihm ist mit rund 2.000 Anzeigen mehr ein Nutzer mit Namen “Bongokarl”.


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