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VTuber werden, wie geht das?

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Immer mehr YouTuber und Streamer entscheiden sich dazu einen virtuellen animierten Avatar anzunehmen, womit sie zu VTubern werden. Einfach loslegen kann man damit jedoch nicht. Wir erklären, was man braucht, um VTuber zu werden und wie man seine Präsenz dann am besten umsetzt.

Bevor man anfängt, sollte man sich im Idealfall bereits einen Namen ausgedacht haben. Manche nutzen hierbei, zum Beispiel auf YouTube, abgesehen vom eigentlichen Namen noch die Abkürzung „Ch.“ und nach einem Strich (wie „/“) einen japanischen Namen, der dem anderen nahekommt. Es reicht aber auch ein einfacher Kanalname wie jeder andere auch, denn das ist am Ende Stilsache.

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1. VTuber-Kanäle einrichten

Erst einmal ist es wichtig, dass man sich umschaut, wo man den eigenen Content verbreiten möchte. Für die meisten VTuber lohnt es sich, erst einmal einen eigenen Twitter-Account zu registrieren oder einen bereits existierenden entsprechend aussehen zu lassen.

In seinen eigenen Twitter-Namen (nicht das Handle) kann man entsprechend „VTuber“ herein schreiben und im Idealfall sogar noch eine Flagge, welche Sprache man spricht (in Deutschland wäre das 🇩🇪) – so wird man einfacher gefunden. In die Beschreibung kann man dann noch den Hashtag „#GerVTuber“ schreiben und Kontaktmöglichkeiten.

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Beispielgrafik eines Twitter-VTuber Profils

Ob man auf Twitch oder YouTube streamen möchte, ist ebenfalls eine eigene, aber wichtige Entscheidung. Hierzu wird es von uns noch einen eigenen Beitrag geben.

Bei Social Media-Profilen sind vor allem Header und Profilbild sehr wichtig. Diese sollte man jedoch am besten auf den eigenen Avatar anpassen. Wichtig ist auch, dass alle Namen am besten übereinstimmen oder zumindest ähnlich sein sollten. Wer sich XY auf Twitter nennt, sollte auch auf Twitch nicht komplett anders heißen – so kann man besser gefunden werden.

2. VTube-Avatar erstellen

Wie man einen VTuber-Avatar erstellt, ist sehr unterschiedlich. Es gibt Programme, die bieten direkt einige Skins an, die man nutzen kann und machen es auch sonst leicht, die Facecam und ähnliches einzurichten – umso individueller der Skin jedoch ist, umso schwerer oder teurer wird das ganze Vergnügen auch.

Welche Möglichkeiten es für einen Avatar gibt, haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

Wer das nötige Geld hat, kann sich auf Twitter oder Fiverr jedoch auch jemanden suchen, der einen solchen Skin erstellen kann nach den eigenen Wünschen oder anhand von einer Skizze. Gerade auf Fiverr, einer Plattform für Kreative, auf der dieser ihre Kenntnisse anbieten und einen solchen erstellen können, findet man hierzu immer mehr.

3. Hardware zur Darstellung des Avatars

Die nächste Frage, die sich dann stellt, wenn man den eigenen Avatar hat, ist, welche Hardware man braucht. Erst einmal: Keine Sorge, es ist nicht sofort die beste Facecam der Welt vonnöten, schaden tut es aber auch nicht.

Generell reicht für die meisten Programme schon eine handelsübliche Facecam aus, die man einfach am eigenen Computer befestigen kann. Mithilfe der Kamera wird dann das Gesicht getrackt und auf den VTuber-Skin angewendet, sodass sich dieser parallel dazu bewegt. Umso schlechter die Facecam jedoch ist, desto ungenauer wird am Ende auch die Darstellung sein.

Wer gar keine Facecam hat, kann auch sein Smartphone benutzen und diese Aufnahmen an den Computer übertragen, das funktioniert durch Apps wie „VTube Studio“ auf Android und iOS – siehe nächster Schritt.

4. Software zur Darstellung des Avatars

Für diesen Schritt gibt es mehrere Methoden. Wer einen Live2D-Avatar hat erstellen lassen oder einen solchen selbst gemacht hat, kann einfach die folgenden Schritte befolgen:

„You can also use VTube Studio for macOS or Windows to stream the face tracking data directly to your computer and animate the model there and use it in your own videos and livestreams! / Du kannst auch VTube Studio für macOS und Windows nutzen, um die Face Tracking-Daten direkt auf deinen Computer zu streamen und das Model dort zu animieren und in deinen eigenen Videos und Livestreams zu nutzen.“

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Hierfür sind aber auch andere Apps verfügbar, denn für Teile des Angebots muss man durch In-App-Käufe bezahlen. Auch hier kommt es aber auf die eigenen Präferenzen an und wie viel man dafür ausgeben möchte.

Wie bereits oben erwähnt, gibt es aber auch andere Wege. Über Adobes Character Animator kann man beispielsweise auch ohne Kamera nur mit dem Mikrofon einen Avatar erstellen, der dann aber nur seinen Mund bewegt. Auch ist es mit Character Animator (siehe hier mehr dazu) möglich, wenn man eine Facecam am Computer besitzt, ebenfalls einfach einen Avatar live darzustellen.

5. Aufnahmeprogramm

Als einer der letzten Schritte braucht man jetzt jedoch noch ein Aufnahmeprogramm, mit dem man das Ganze dann livestreamt. Wie Aufnahmeprogramme funktionieren ist hierbei eine Kunst für sich, die man auch zuerst einmal lernen sollte. Die Basics, was das angeht, sind aber relativ einfach.

Wer mit VTube Studio arbeitet, was aktuell mit am einfachsten ist, weshalb wir das erklären möchten (bzw. mehr Informationen im Video unten). Der VTuber-Charakter soll nämlich transparent eingesetzt werden vor den Bildschirm, sodass die anderen Inhalte dahinter sind. Über ein Dropdown-Menü kann man dann später auch Elemente darüber legen, wenn man zum Beispiel ein Accessoire für kurze Zeit an den Skin anfügen will.

Die bekanntesten Aufnahmeprogramme für den PC OBS und StreamlabsOBS, wovon sich OBS jedoch meist eher eignet, da es Open Source und komplett kostenlos ist, während man bei Streamlabs für einige Features bezahlen muss, obwohl es grundsätzlich auf OBS basiert, weshalb es in der Vergangenheit auch schon eine Menge Streit gegeben hat.

Wie das am besten geht, erfahrt ihr in diesem Video, danach geht es zum letzten Schritt:

Video-Tutorial, wie man OBS und VTube Studio verbindet

6. Streaming und Kreativität

So, wer alle Schritte bis hier hin befolgt hat, kann nun quasi loslegen und steht nur noch ein paar Meter weit entfernt von der eigenen VTuber-Karriere. In der Zukunft werden wir für diesen Part auch noch einige Beiträge hinzufügen, die dann auch Tipps geben, wie man alles ab hier weiter gestalten kann, aktuell aber schonmal so viel:

Um erfolgreich zu werden beim VTube Streaming, braucht es natürlich weitaus mehr als einen einfachen oder professionellen Skin, es ist auch eine Menge Übung vonnöten und vor allem Unterhaltungskunst und Kreativität. Regelmäßige Livestreaming-Zeiten sind auf Plattformen wie YouTube und Twitch immer wichtig, die Livestreams sollten jedoch auch nicht langweilig werden. Besser ist es also, auch mit VTuber-Skin, wenn man sich für jeden Livestream etwas Besonderes ausdenkt und das auch mit wenigen Zuschauern durchzieht – denn Erfolg ist gerade am Anfang alles andere als gesichert. Im Gegenteil, man muss sich diesen lange aufbauen, das kann teilweise ermüdend werden.

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Auch mal andere Livestreams mit Avatar ausprobieren (Beispielgrafik, Quelle: maudado)

Wer ohne Reichweite startet, braucht meist Monate bis Jahre, um diese aufbauen zu können. Deshalb ist auch eine Sache ganz wichtig, die von vielen oft vergessen und auch in Tutorials nicht erwähnt wird: Man muss selbst Spaß daran haben. Das bedeutet nicht, dass auch mal ein Livestream langweilig sein kann, dafür aber, dass man danach dann etwas so ändert, sodass es wieder besser wird.

Ein eigener VTuber-Avatar bietet die Möglichkeit einer Quasi-Facecam, die man durch allerlei kreative Zusätze noch ergänzen kann. Diese Optionen muss man allerdings auch nutzen, denn sonst wird der Avatar nach kurzer Zeit schon langweilig und man verliert die Lust auf die ganze Sache. Sich jeden Tag neu zu motivieren ist nicht einfach, aber zwangsläufig nötig, wenn man eine Karriere aufbauen möchte. Und im Zweifelsfall ist es dann wichtiger ein Hobby daraus zu machen, als krankhaft am Versuch einer steilen Karriere zu scheitern. Meist geht es ab einem überraschenden Zeitpunkt ganz schnell, doch bis dahin muss man erst einmal kommen – die meisten scheitern und geben kurz vor diesem Moment auf.

Für weitere, kommende Tipps könnt ihr uns gerne auf Twitter folgen.

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Bastian Braun

Herausgeber und Autor, nimmt sich selbst weniger ernst als Bielefeld, oft sarkastisch, kreativ und Gelegenheitskritiker.

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