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Ausschnitt/Zitat aus Trailer 3

Gab es Five Nights at Freddy’s wirklich? – Der Ursprung von FNAF erklärt


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Wer die schier endlose und mittlerweile wirklich ewig lange “Lore”, also Geschichte von Five Nights at Freddy’s (FNAF) liest, stellt sich wohl irgendwann unweigerlich die Frage: Ist irgendetwas davon real? Hat es FNAF wirklich gegeben? Woher kommt die ganze Story?

Und wer ein bisschen in der Geschichte des verdächtig ähnlichen Franchises “Chuck E. Cheese”, das Scott Cawthon, den Entwickler von FNAF, 2014 wohl dazu inspiriert hat, das Spiel zu entwickeln, gräbt, findet tatsächlich etwas. Was genau das ist und was wir darüber wissen, haben wir hier zusammengefasst.

Zu Anfang: Ist FNAF wirklich so im “Real Life” passiert?

Doch erst einmal eine Entwarnung für die Details, wie sie in FNAF, also den Videospielen, aber auch dem Film, dargestellt werden – denn Ereignisse wie dort hat es nie gegeben. Die meisten Dinge der Geschichte entstammen der Kreativität von Scott und seinem Team (denn Scott arbeitet nach einer Kontroverse schon länger nicht mehr an FNAF).


Five Nights at Freddy’s-Fakt: Der erste Teil von FNAF erschien am 08. August 2014 und war direkt ein voller Erfolg. Bereits am 11. November 2014, also drei Monate später, erschien mit Teil 2 der nächste Erfolgsschlager des Entwicklers Scott Cawthon.

Wer also Five Nights At Freddy’s schaut und sich fragt, ob etwaige Sachen in den 1980er bis 1990er-Jahren so passiert sind, muss sich keine Sorgen machen. Solche Fälle hat es in der Form nie gegeben.

Inspiration fürs FNAF Franchise: Was ist echt an der Videospiel-Serie und dem Film?

Ein solches Franchise über die Jahre aufzubauen, mag natürlich möglich sein. Aber so komplett ohne irgendeinen Hintergrund kommt eigentlich fast keine Serie an Inhalten daher. Und auch, wer bei FNAF einmal genauer in den Geschichtsbüchern schaut, findet durchaus Details, die relativ ähnlich sind. Aber von vorn.


Natürlich weiß man nicht, inwiefern sich Scott Cawthon 2014 hat inspirieren lassen, doch einige Gerüchte deuten schon darauf hin, dass ein Ereignis im Jahre 1993 das Ganze geprägt haben könnte. Hierbei handelt es sich jedoch um ein ernsthaftes Verbrechen und keinen Spaß.

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Am 14. Dezember 1993 um 21 Uhr kam der 19-jährige Nathan D., der bereits zuvor für Chuck E. Cheese gearbeitet hatte, nämlich erneut zu seinem Arbeitsort, um dort etwas zu essen und sich später bis etwa 21:50 Uhr zu verstecken. Zuvor hatte er noch, wie es dokumentiert wurde, Arcade-Games gespielt. Als die Filiale dann gegen 22:05 Uhr schloss, kam er aus seinem Versteck, verübte einen Anschlag auf die dort noch tätigen Mitarbeiter und erschoss vier davon, einen fünften verletzte er schwer.

Chuck E. Cheese in den 1980er-Jahren, Quelle: YouTube

Unter den Getöteten befanden sich auch mehrere noch minderjährige Personen, die in der Filiale arbeiteten. Ein 20-jähriger Mitarbeiter, der nach einer Zigarettenpause wieder hereinkam und daraufhin von Nathan D. in den Kiefer geschossen wurde, konnte überleben, weil er sich tot stellte. Als die Polizei ankam, fanden sie eine absolute Tragödie mit vier getöteten Personen vor. Etwa 12 Stunden später wurde Nathan D. dann in der Wohnung seiner Mutter gestellt.


Für sein menschenverachtendes Vergehen erhielt Nathan D. eigentlich viermal die Todesstrafe (in Amerika für jeden First Degree-Murder einmal) und 108 Haftjahre. Seine Todesstrafe sollte eigentlich 20 Jahre nach dem Vorfall, also 2013, erfolgen, wurde jedoch vom Gouverneur von Colorado ausgesetzt. Nachdem die Todesstrafe 2020 in Colorado abgeschafft wurde, lautet seine aktuelle Strafe lebenslänglich ohne Bewährung/Möglichkeit auf Begnadigung.

Warum könnte dieser Fall mit der Idee für FNAF zusammenhängen? – Wo die Wirklichkeit Freddy nahekommt

Gerade weil das Thema 2013, also ein Jahr vor Release von FNAF, wieder in den Medien war, weil eben dann die Todesstrafe angesetzt war – auch wenn sie ausgesetzt wurde – ergibt es durchaus Sinn, dass auch Cawthon davon mitbekommen hat. Gerade in Verbindung mit dem Verstecken und der Chuck E. Cheese-Filiale kann es gut sein, dass ihn dieser tragische Fall im Hinterkopf auf die Idee für sein Horrorspiel gebracht hat.

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Denn FNAF spielt laut vieler Theorien in den frühen 1990er-Jahren. Auch der Lohn von vier Dollar die Stunde passt zu den in dieser Zeit ausgegebenen Löhnen und die fünf vermissten Kinder sind genau so viele wie die Personen, die Nathan D. erschoss, beziehungsweise in einem Fall schwer verletzte.


Five Nights at Freddy’s-Fakt: Wäre FNAF nicht erfolgreich gewesen, so äußerte sich Scott Cawthon in Interviews und Berichten mehrfach, hätte er seine Spieleentwickler-Karriere wohl aus finanziellen Gründen beenden müssen. 2021 zog sich Cawthon fast vollkommen von FNAF zurück.

Golden Freddy und der Raum, in den man nicht schauen kann, könnten ein Indiz für die Person sein, die das Massaker überlebte und sich dort verstecke und so tat, als sei sie tot. Zumindest gibt es starke Ähnlichkeiten mit dem Vorfall vom 14. Dezember 1993.

Wichtig ist hier aber auch noch einmal zu erwähnen, dass es keine offizielle Bestätigung gibt, dass dieser reale Vorfall am Ende Inspiration fürs Spiel gewesen ist. Wegen der vielen Ähnlichkeiten ist es aber nicht dermaßen weit hergeholt, diese Option zumindest in Betracht zu ziehen. Ansonsten wäre dieser grausame Vorfall sicher kein gutes Vergleichsbeispiel für auch nur irgendetwas anderes, selbst wenn er mittlerweile lange her ist.


Der Rest der Five Nights at Freddy’s-Hintergrundgeschichte ergab sich dann wohl mit der Zeit

Außer diesem Vorfall um das Jahr 1993 herum ist allerdings nichts bekannt, was zu weiteren Inspirationen für das Franchise geführt haben könnte. Generell ist die FNAF Story undurchsichtig und lang, weshalb es zwar sein kann, dass einzelne kleinere Elemente aus anderen Geschichten stammen, das meiste aber später hinzugeschrieben und ausgedacht wurde.

Eine vollständig so passierte Real Life- oder True Crime-Geschichte hinter Five Nights at Freddy’s gibt es also nicht, was bei all den Ereignissen wohl auch besser ist. Schlimm genug ist der Vorfall von 1993 gewesen.

Inwiefern die nächsten FNAF-Videospiele auf realen Ereignissen beruhen werden, wird wohl nur die Zukunft zeigen können. Bis dahin findet ihr aber eine Menge Erklärung und Hintergründe zu Five Nights At Freddy’s bei uns.


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