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LTB Premium 27 – Der neue Phantomias auf der Lauer 4.4/5 (10)

28.08.2020, 372 S., 12 €

Das Cover von Claudio Sciarrone macht schon mal deutlich was her – ursprünglich gehört es zur dritten hier vertretenen Episode “Die Stimme aus dem Dunkel”. Sciarrone hat fast alle Covers zu Pk² gezeichnet, und erneut ist es schade, dass man die Trennseite 193/194 nicht dazu genutzt hat, noch zwei davon unterzubringen. (Das Cover auf der Rückseite passt dagegen nicht – es stammt vom vierten Album der Rebootserie “Pk – Pikappa”… und wurde auch schon für die Front von LTB Premium 7 verwendet!)

Pk²? Was ist das überhaupt?

Rückblende: 1996 wurde aus dem “regulären” Phantomias der “neue” Phantomias, die Serie PKNA (Paperinik New Adventures) war in Italien ein sofortiger Riesenerfolg mit einer treuen und anspruchsvollen Fanbase, die fortan jedes Hochglanz-Abenteuer des modernisierten Helden freudig erwarteten. Wenn man Alessandro Sisti (einer der Miterfinder der Serie und Hauptautor der ersten Episoden) Glauben schenken mag, hätte es einfach immer weitergehen können. Allerdings stellte sich nach einer gewissen Weile doch so etwas wie Routine ein (man lese hierzu noch mal LTB Premium 11, 14 und 16) und manche Idee zerfaserte bzw. stagnierte etwas. Die weiterhin ambitionierten Köpfe aus dem PkTeam wollten aber, dass die Serie aufregend bleibt. Also brachte man langsam die wichtigsten Handlungsstränge zu einem (vorläufigen) Ende und befragte zeitgleich die Leser dazu, wie sich die Reihe in Zukunft entwickeln sollte.

Das ab 2001 veröffentlichte Resultat hieß dann Pk² und setzte die Geschichte zwar nahtlos fort, brachte aber drastische Veränderungen des Universums mit sich, welche längst nicht von allen Fans goutiert wurden. Mittlerweile gilt die Serie aber (zusammen mit “Micky Mystery”) als eines der letzten großen Highlights der italienischen Disney-Produktion, bevor der Anspruch von der neuen Topolino-Chefredaktion deutlich heruntergesetzt wurde.

Etwas abstrus finde ich die Übertitelung “Der ganz neue Phantomias”, denn es ist ja nicht die letzte Neuerfindung – und auch die Nummerierung der Kapitel hätte für meinen Geschmack nicht neu begonnen werden müssen, weshalb ich in Klammern einfach immer noch eine “PKNA-Legacy-Nummer” hinzufügen werde. Genug des Vorgeplänkels. (Ich habe versucht, Spoiler so weit wie möglich zu verhindern, aber ein paar sind dabei! Geht leider kaum anders, wenn die Geschichten so aufgebaut sind…)

 

Pk² #1 (53): Ducklair

Ein ganz normaler Tag in Entenhausen: Phantomias hat mal wieder einen Kriminellen gefasst. Aber dann fällt er aus allen Wolken: Nicht nur, dass er nur noch mit Mühe in den Ducklair Tower schafft und dort beinahe draufgeht, nein, auf einmal steht Everett Ducklair vor ihm und erklärt, dass er den nach ihm benannten Tower zurückgekauft hat. Phantomias’ kurze Freude über das Wiedersehen verkehrt sich sehr schnell ins Gegenteil: Ducklair beansprucht nicht nur das Gebäude wieder für sich… nein, er hat auch mal eben Eins deaktiviert! Unser Held ist in seinen Grundfesten erschüttert, und angewidert davon, dass Ducklair ihm auch noch eine Art Abfindung überreichen will. So pleite Donald auch sein mag, er hat Prinzipien.

Durch Zufall kommt er auf die Stellenanzeige des Sicherheitsunternehmens Starcorp. Doch noch bevor er die Probezeit antritt, bekommt er ein merkwürdiges Geschenk: Einen Kühlschrank… und so nimmt die Geschichte ihren Lauf!

Keine Frage, “Ducklair” gehört zu den besten Geschichten rund um den neuen Phantomias. Gerade mal zwei Seiten lang ist noch alles wie gehabt, bevor Phantomias’ komplette Welt nachhaltig zusammenbricht. Everett Ducklair war bis dahin zwar eine geheimnisvolle Figur, aber eigentlich immer aufseiten der Guten – der Sinneswandel vom Paulus zum Saulus deutete sich allerdings schon im PKNA-Finale “Was wäre, wenn…” an. Nun positioniert er sich neu und nimmt seine alte Tätigkeit als Geschäftsmann wieder auf, wobei er sich Phantomias fast unabsichtlich zum Feind macht. Der wiederum hat sowohl mit seinem neuen Job zu kämpfen als auch mit den Schwierigkeiten dabei, ohne Eins’ Unterstützung und den Ducklair Tower als Basis weiter dem Superheldengewerbe nachzugehen. Eins’ Abschiedsgeschenk bereitet Donald dabei zunächst fast mehr Sorgen als Freude.

Richtig starke Szenen gibt es zuhauf in der Geschichte: Die Abschiedsbotschaft von Eins gehört zu den emotionalsten Momenten der gesamten Serie und ist genauso feinfühlig geschrieben wie gezeichnet. Auf der anderen Seite bin ich kein so großer Fan des Brachial-Humors, der sich bei Francesco Artibani auch manchmal Bahn bricht, in diesem Fall die Verwüstung von Donalds Wohnzimmer. Das mag den Barks-Fan ansprechen, mir ist es zu klamaukig, zumal ich nicht zu Schadenfreude neige.

Insgesamt ist “Ducklair” genau die Art Geschichte, die es braucht, um eine Serie radikal zu ändern und Fans gleichermaßen zu schocken wie zu fesseln. Eins gelöscht? Ducklair zurück und Phantomias gegenüber feindselig? Der Held ohne Unterschlupf und fast ohne Verbündete? Wie kann das weitergehen?

Ganz wichtig: Donalds Privat- und Berufsleben nimmt endlich wieder den Stellenwert ein, den es auch benötigt, um glaubhaft zu wirken. In einigen PKNA-Episoden schien es ja schon so, als ob es nur noch einen Vollzeit-Phantomias gäbe.

Schlussendlich sind auch die Zeichnungen von Claudio Sciarrone ein Hochgenuss – immerhin haben wir ihn in der Reihe das letzte Mal bei “Die Bluthunde des Universums” gesehen, was nun wirklich schon einige Zeit her ist. Und in meinen Augen sind seine Bilder hier deutlich besser als damals, wenn auch nicht ganz so gut wie noch bei seinen allerersten Beiträgen (Donald ist manchmal zu groß, und die Gesichter – besonders das von Ducklair – teilweise etwas eckig).

Pk² #2 (54): Nur ein bisschen Angst

Während Donald als Phantomias weiterhin große Mühe mit seinem Vehikel und dem fehlenden Hauptquartier hat, kommt er in seiner neuen Eigenschaft als Wachmann in der Duckmall mit merkwürdigen Typen in Berührung, die ihm von einer großen Gefahr berichten, die offenbar von Everett Ducklair ausgeht. Rettung verspricht die ominöse “Profunda”, die aber Phantomias mal eben in einen üblen Albtraum stürzt. Und der materialisiert sich dann bei der Pressekonferenz, im Rahmen derer Ducklair eigentlich über seine Rückkehr ins Geschäftswesen reden wollte…

Nach einem wirklich, wirklich fiesen Anfang entspinnt sich eine Geschichte mit vielen Ebenen – zu viele für eine sinnvolle Zusammenfassung. Viele neue Elemente und Charaktere (besonders die Ducklair-Vertrauten Birgit Q, Andreas Aktenreiter) werden eingeführt, auch wenn die Identität von “Profunda” zunächst im Dunkeln bleibt und die Zusammenhänge erst einmal gar nicht erklärt werden. Aber gerade das sorgt für eine hohe Spannung.

Eine kleine Inkonsistenz tritt hier leider erneut hervor: Hatte Phantomias in “Im Nebel” nicht noch behauptet, immun gegen psychische Einflussnahme zu sein? Andererseits erinnern wir uns an Trauma

Hervorragend sind auch die Zeichnungen des zweiten wichtigen PKNA-Veteranen Lorenzo Pastrovicchio.

Pk² #3 (55): Die Stimme aus dem Dunkel

Phantomias hat ein Problem: Sein Gleiter braucht Sprit. Auf der Suche danach gerät er in ein Manöver von Everett Ducklair. Doch bevor er der Sache auf den Grund gehen kann, wird er in seiner Funktion als Wachmann Teil einer Geiselnahme in der Duckmall. Der Angreifer verlangt ausgerechnet nach Phantomias, aber wie soll das gehen? Den hat er ja unwissentlich mit unter seiner Fuchtel! Donald improvisiert mit hohem Risiko, die Situation eskaliert…

Auch hier passiert eine Menge. Das Rätsel rund um Ducklairs Geheimnis wird zumindest teilweise gelüftet – und es sorgt für einen enormen Aha-Effekt!

Bei PKNA war es zu Beginn ja so, dass Alessandro Sisti und Ezio Sisto die ersten drei Episoden austüftelten, bevor dann Francesco Artibani und Simone Stenti andere Akzente setzten. Hier ist es nun Artibani, der die eröffnende Trilogie und damit die ganze folgende Serie prägt – auch wenn Sisti bei “Nur ein bisschen Angst” den Plot mitgeschrieben und das Skript alleine angefertigt hat. So wirken die drei Geschichten auch weniger wie Einzelepisoden als wie eine zusammengehörige Geschichte, die am Ende sogar ein kleines vorläufiges Finale bekommt. Sciarrones Zeichnungen sind ähnlich gut wie bei der ersten Episode, und natürlich ist es immer eine Freude, ihn Klarissa zeichnen zu sehen.

Pk² #4 (56): Erinnerungen

Donald is beunruhigt: Eine ältere Dame, die in der Duckmall randaliert? Nur das aktuellste Beispiel für merkwürdige Entgleisungen von eigentlich harmlosen Bürgern. Ein Professor Gert Ruslig weiht Phantomias in das Geheimnis ein: Alle waren mal bei Everett Ducklair angestellt. Und die Lage wird brenzliger…

Spannend ist die Geschichte, keine Frage. Es gibt viele eindrückliche Szenen, tolle Dialoge und viele Überraschungen. Zudem sind Lorenzo Pastrovicchios Zeichnungen, wenn auch einen Tick schwächer als bei “Nur ein bisschen Angst” (Tusche von seinem Bruder Alessandro?), nach wie vor hervorragend.

Das “Aber”: Für mich ergibt die Handlung keinen Sinn. Das kennen wir von Gianfranco Cordara ja leider bereits. Es wird nicht erklärt, wieso die Testsubjekte plötzlich über zehn Jahre nach dem Projekt aktiv werden. Es wird nicht erklärt, weshalb sie ausgerechnet für solch lebensgefährliche Aktionen programmiert wurden (wenn es nur darum gehen sollte, die Funktionsfähigkeit des Chips zu überprüfen, wäre das ja nicht nur unnötig, sondern auch unnötig aufsehenerregend). Dann ist da die merkwürdige Rolle von Gert Ruslig. Schlussendlich stellt sich auch die Frage, was eigentlich Ducklairs Motivation ist. Wie gesagt: Das erinnert an den Militärstrang aus PKNA (hier speziell Westcock und Wisecube), und der wurde auch nie wirklich zufriedenstellend erklärt, weshalb ich auch hier wenig Hoffnung habe, doch noch irgendwann eine Auflösung lesen zu können.

Auch merkwürdig: Wieso nutzt Phantomias beim Showdown nicht einfach seinen Ionen-Paralysator?

Pk² #5 (57): Das Ende der Geschichte

Klarissa hat mittlerweile ihren Arbeitsplatz gewechselt und arbeitet nun für keinen Geringeren als Everett Ducklair! Da bekommt sie Besuch von ihrem einstigen Geliebten, Tyrion Duckard, der aus dem Hochsicherheitsgefängnis geflohen ist. Der erklärt ihr, unschuldig zu sein. Mehr noch: Er hat einen Plan, wie beide in ihre Zeit zurückkehren können…

Phantomias wiederum ist genervt, denn anstelle von Mary Ann Flagstarr wird er im PBI von der unfreundlichen Nachfolgerin Malice Sturling “begrüßt”, kommt der Sache aber dennoch auf die Spur.

Deutlich besser als die vorige Episode: Cordara liefert diesmal klar erkennbare und verständliche Motive für alle handelnden Akteure und hält sich auch mit übertriebenem Getue zurück – stattdessen zeigen sich zwischen Tyrion und Klarissa echte Gefühle in einer Tiefe, wie sie im Disney-Comic absolut untypisch sind. Die Geschichte wird dann gegen Ende immer tragischer und hinterlässt mich mit einem dicken Kloß im Hals. Obwohl Stefano Turconi nicht zu meinen Lieblingszeichnern zählt, finde ich seine Arbeit hier sehr ansprechend.

Gelungen ist im Übrigen auch der mehrdeutige Titel… achtung, Spoiler!

Spoiler
Einerseits bezieht er sich auf den Plan, die Zeitlinie auszulöschen, am Schluss passt es aber viel besser zum Ende der Liebesgeschichte.

Aufgefallen ist mir, dass die Seiten an einer Stelle wohl vertauscht sind (auch schon im Original so): Wenn man 288, 289, 292, 290, 291 und 293 hintereinander liest, wirkt es deutlich flüssiger und auch vom Doppelseiten-Layout her logischer. Andere kleine Nörgeleien: Was es angesichts der Mikrokontraktion genau für Klarissa und Tyrion bedeuten würde, ins Hauptquartier der Zeitpolizei zurückzukehren, will ich lieber gar nicht so genau wissen. Zudem frage ich mich auch, wie Tyrion in die Zukunft schauen kann, wenn Zeitreisen doch nicht mehr möglich sind?

Pk² #6 (58): Alphawellen

Nachdem Phantomias versucht hat, herauszufinden, was Ducklair genau mit seinen Antennen bezweckt, kommt es zu einem merkwürdigen Vorfall. Auf einmal begegnet ihm ein Gegner, der ihn als “Q’Zwokk” anspricht und zum Kampf herausfordert. Erst nach einem Hinweis von Donalds Starcorp-Kollegin Wirbel geht er der Sache auf den Grund. Kompliziert wird die Sache, als Everett Ducklairs Tochter Juniper mit ins Geschehen gerät…

Okay, dass die schwächste Geschichte des Bandes ausgerechnet vom ansonsten so verlässlichen Alessandro Sisti kommt, war nicht unbedingt zu erwarten. Etwas sehr konstruiert mutet es an, dass es vor Jahrmillionen Außerirdische gegeben hat, die nicht nur eine Art Weltraumpolizei waren, sondern auch noch fast dasselbe Outfit hatten wie Phantomias (wobei diese Idee dann später im Reboot Pk-Pikappa mit mäßigem Erfolg weitergesponnen wird).

Auch ansonsten ist der Clash zwischen Phantomias und seinem Gegner eher wenig interessant… Ähnliches haben wir schon in deutlich besser gelesen. Marco Gervasio war damals noch nicht der Starzeichner, der er heute ist, sondern immer noch hauptsächlich Kopist, der sich seine Posen aus Comics von Intini oder Mastantuono zusammensuchte. Generell wirken die Zeichnungen auch angesichts der bis dahin sehr erwachsenen Pk²-Reihe irgendwie zu klamaukig.

Schlussendlich sind auf S. 346/347 zwei Sprechblasen in falscher Reihenfolge.

Allerdings ist die Geschichte keinesfalls schlecht, sondern einfach nur mäßig – und mit dem Ende wird auch endlich ein Hauptproblem von Phantomias gelöst.

Fazit:

LTB Premium 27 ist das erwartete Highlight geworden. Mein Gefühl beim Lesen war mit dem vergleichbar, das ich beim Erstkontakt mit PKNA (Premium 2) und Micky Mystery (Premium 8) hatte. In beiden Fällen hat es mit der stark veränderten Situation und dem durchgängigen Erzählstrang zu tun. Bei genauerem Hinsehen muss ich aber auch anmerken, dass die zweite Hälfte des Buchs etwas schwächer ist als die erste.

Pk² heißt nicht umsonst so etwas wie Phantomias im Quadrat: Eine gerne mal geäußerte Kritik an PKNA ist ja, dass Phantomias teilweise kaum mehr als der ausführende Arm der überlegenen künstlichen Intelligenz Eins ist. Auch wenn die Beziehung der beiden durchaus facettenreicher ist und Phantomias sich in Geschichten wie “Zukunft ist Vergangenheit”, “Aus den Schatten” oder der kompletten Xadhoom-Trilogie ohne Eins durchschlagen muss, dürfte Pk² auch eine Reaktion auf diese Vorwürfe sein. Wichtig ist auch, dass Donalds Charakter wieder stärker ausgeprägt ist als noch zuletzt, wo es teilweise fast so wirkte, als ob er nur noch Heldendienst nach Vorschrift ablieferte. Die Auftritte von Tick, Trick und Track verstärken diesen Eindruck, auch wenn sie schnell Platz für ein neues Umfeld machen, das in erster Linie aus Donalds neuen Kollegen bei Starcorp besteht. Aber immerhin hat er wieder ein Privatleben und einen Job! Vergessen sind die Zeiten, in denen bei manchen Autoren (in erster Linie Augusto Macchetto) Donald grundlos im Ducklair Tower zu wohnen schien und mal eben wochenlang verschwinden konnte, ohne dass es irgendjemanden störte.

Geändert hat sich auch der Erzählstil: Pk² ist etwas weniger episch als PKNA, dafür deutlich geerdeter und ernster. Mit Sprengstoffgürteln, Schulklassenentführungen, Terroristen (kurz vor den schrecklichen Anschlägen des 11. September 2001!) sowie der für Disney-Verhältnisse ungewöhnlich stark zur Schau gestellten Zärtlichkeit zwischen Klarissa und Tyrion gibt es Einiges, das heute noch gewagter wirkt als zum Erscheinungszeitpunkt. Die Erzählstränge sind dichter und stärker miteinander verwoben, was erneut an “Micky Mystery” erinnert. Allerdings liegt hier auch ein Schwachpunkt: Everett Ducklair ist zwar eindeutig eine faszinierende Figur, als Dreh- und Angelpunkt aber auch ein bisschen zu omnipräsent. Besonders bei den letzten beiden Kapiteln wirkt es fast beliebig, dass (neben den notwendigen Schlaglichtern auf Juniper, welche die Haupthandlung weiterbringen) auch eigentlich völlig unabhängige Handlungen trotzdem direkt mit Ducklair verwoben sind.

Ein ganz anderer positiver Wandel, den wir wahrscheinlich Francesco Artibani zu verdanken haben: Die Anzahl der relevanten weiblichen Charaktere hat noch mal deutlich zugenommen. Mit den beiden Ducklair-Töchtern, Stella, Wirbel und Birgit Q sind gleich fünf wichtige Frauen dazugekommen, und Klarissa hat zumindest in diesem Band auch eine tragende Rolle.

Optisch gibt es keinen großen Unterschied zwischen PKNA und Pk², ein paar neue Nuancen in Monteduros Kolorierung fallen aber auf – in erster Linie eine Zunahme von “unscharfen” Hintergründen und eingefärbte Tuschestriche.

Der markante Sarkasmus in den Dialogen bleibt glücklicherweise erhalten (z.B. die Szene auf S. 215).

Michael Bregels Übersetzung ist okay, aber nicht überragend. Irgendwie will ich einfach mal ein LTB Premium lesen, in dem Phrasen/Worte wie “Mach hinne”, “Huffel”, “Hiwi” oder “Ungnädigste” nicht vorkommen. Wunschdenken?

Die deutschen Namen sind mal mehr, mal weniger gelungen. Während im italienischen Original fast jeder englische Namen hat, sind die meisten hier eingedeutscht worden. Rupert heißt zwar auch im Original Rupert, hatte da aber auch noch einen Vornamen. Mäßig witzige Wortspiele wie “Anymore Boring” und “Tempest Gale” wurden relativ akzeptabel übertragen (Andreas Aktenreiter, Sandra “Wirbel” Sturm), Birgit Q und Malice Sturling blieben dagegen unangetastet.

Martin Blume (Mortimer Bloom) hieß in LTB Premium 20 und 23 noch Manni Bluhm – warum ändert Michael Bregel seine eigenen Benennungen so oft wieder?

Bleibt ein überzeugender Neustart für die wohl wichtigste italienische Disney-Serie, und ein gelungener Band.

Bewertung

Spectaculus

Spectaculus

Hallo, ich lese Comics, seit ich denken kann - oder vielleicht sogar noch länger!!
Ansonsten bin ich ein großer Musikfan und mache mir ständig Gedanken über alles und jeden.

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Spectaculus

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Hallo, ich lese Comics, seit ich denken kann - oder vielleicht sogar noch länger!!
Ansonsten bin ich ein großer Musikfan und mache mir ständig Gedanken über alles und jeden.

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