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Was ist Creepypasta und woher kommt die Faszination dafür? 5

Was ist Creepypasta und woher kommt die Faszination dafür?

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Egal ob man auf YouTube, Twitter oder Reddit war, man konnte nicht den sogenannten „Creepypastas“ entfliehen. Diese hatten eine hohe Popularität in den frühen 2010er-Jahren. Doch warum war das so? Woher kam die Faszination dafür? Und warum scheint es so, dass sie heutzutage nur eine Randnotiz in der Geschichte des Internets sind? Was dahinter steckt, haben wir erklärt.

Was sind Creepypastas? (Herkunft, Bedeutung, Definition)

Doch bevor wir uns der Frage widmen, müssen wir nochmal klären, was man unter dem Begriff „Creepypasta“ versteht. Creepypastas sind erfundene Gruselgeschichten, die im Netz verbreitet wurden, sie können dabei über alles Mögliche handeln. Sei es eine verlorene Episode, einer Serie (bekannte Beispiele für solche wären z. B. „Red Mist“) oder auch Geschichten über Monster wie bei den SCPs.


Woher kommt die Faszination?

Aber woher kommt den nun die Faszination für Creepypastas? Natürlich kann diese Antwort von Person zu Person variieren und unterschiedlich beantwortet werden. Eine mögliche Antwort geht aber darauf zurück, warum wir fasziniert im Generellen über Horror im Allgemeinen sind. Und zwar auf den Dopamin-Schub, den man davon bekommt, wenn man sich gruselige Dinge anschaut oder durchliest. Sowas kann man natürlich auch anderweitig bekommen, sei es beim Achterbahn fahren oder Bungee-Jumping.

Eine weitere Antwort auf diese Frage wäre wohl das Interesse, abstruse Gedankenspiele lesen und miterleben zu können. Immerhin waren es meist die sogenannten „Lost Episode“ Creepypastas, die an am meisten Popularität erfreuen konnten. Besonders in dem Sektor waren Serien, die eine junge Zielgruppe erzielten, oft genutzt in solcher Gruselgeschichten. Der Verstellfaktor von harmlosen Dingen zu ziemlich gruseligen scheint also eine große Rolle zu spielen.

Unter einer weiteren Möglichkeit, warum diese Art von Inhalten so erfolgreich sind, kann man auch die frühere Ungewissheit zählen. Creepypastas wie „Red Mist“ oder „Russian Sleep Experiment“ standen an der Schwelle, wo für eine lange Zeit geglaubt wurde, beide wären auch wirklich so passiert. Genau so eine Unsicherheit, was nun real gewesen war und was nicht, brachte die Geschichten so groß heraus.

Mittlerweile weiß man aber, dass solche Kreaturen wie der Slender-Man, als auch die oben zwei genannten Geschichten rein erfunden waren. Dennoch trug diese Unsicherheit sehr viel dazu bei, dass so viele Menschen Interesse an diesen Storys hatten.

Was ist mit der Creepypasta Szene passiert?

Doch heutzutage kriegt man kaum noch etwas mit von den Creepypastas und der Szene, in der diese geteilt werden. Natürlich werden ein paar der klassischen noch heute erwähnt, aber so richtig viel Neues hört man kaum noch. Das heißt zwar nicht, dass es sie mittlerweile kaum bis gar nicht mehr gibt. Nein, ganz im Gegenteil, es gibt noch zahlreiche Creepypasta-Kanäle.

Nur ihre Popularität ist deutlich gesunken. Zum einen, weil der Mysteryfaktor, was jetzt echt oder was nicht, verloren ging. Zum anderen an dem die fehlende Qualität.

Viele Klischees entstanden und wurden in hunderten Creepypastas so übernommen, zahlreiche Rechtschreibfehler und die immer gleiche Formel brachte eine Art Ermüdung auf, deshalb sank das Interesse langsam. Auch das Übermaß an Inhalten verhalf der Community nicht weiterhin so eine große Relevanz zu behalten. Mittlerweile zählen für viele die Gruselgeschichten als eine Randnotiz im Internet und werden eher als Witz angesehen. Viele nehmen Creepypasta 2022 deshalb nicht mehr sonderlich ernst.

Video zu Gruselgeschichten, an die einige immer noch glauben, Quelle

Fazit

Doch wie schon erwähnt ist die Creepypasta Szene immer noch aktiv, zwar nicht so groß wie früher, aber auch nicht so klein wie man zuerst denken mag. Und durch die damalige Szene konnten sich zahlreiche weitere Communitys bilden, sei es die ARGs (Alternative Reality Game) Community oder auch zum Teil die Lost Media-Community. Creepypastas haben definitiv einen großen Einfluss zurückgelassen.

Für die Leute, die sich jetzt mit den damals sehr beliebten Inhalten mehr beschäftigen wollen, denen sei das „Creepypasta Wiki“ ans Herz gelegt. Auf dieser Seite findet man von klassischen Creepypastas wie „Red Mist“ bis hin zu neueren, alles zu der Thematik.

Doch was haltet ihr von dieser Art von Gruselgeschichten? Mochtet ihr sie früher? Oder mögt ihr sie auch heute noch? Lasst es uns gern wissen!

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Daniel

Dein Lieblingsautor aus Bielefeld, ah warte, da war ja was...

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