LTB Premium 016 – Der neue Phantomias unter Feinden 4.5/5 (6)

376 S., 9.95 €

PKNA #31: Metamorphosen

Schwierige Zeiten für Phantomias. Xadhoom scheint nach ihrer Energie-Insuffizienz (siehe LTB Premium 9) immer noch geschwächt zu sein. Als eine Gruppe von mutierten Evronianern Entenhausen angreift und sie meint, in einem der Coolflames ihren früheren Geliebten Xari zu erkennen, verliert sie mit einem Mal die Kontrolle über ihre Kräfte und beginnt, sich zu verwandeln. Plötzlich geht es nicht mehr um Rache, sondern um ganz alltägliche Dinge wie schöne Kleider. Ausgerechnet Konrad Kiwi ist so beeindruckt, dass er sie als seine Begleitung zur Vergabe des Newsduck-Award (den er natürlich in Gedanken schon in Händen hält) auserkoren hat. Gleichzeitig tobt ein Machtkampf zwischen den “normalen” Evronianern und den von Raghor angeführten Mutanten. Die Lage eskaliert, als diese das Fest angreifen…

Eine interessante Geschichte, von Marco Palazzi (Micky X!) gut und angemessen gezeichnet, die allerdings nicht alle offenen Fragen klärt. Vor allem Eins’ Erklärungen am Ende überzeugen mich nicht wirklich. Großartig ist allerdings der Running Gag mit der Gabel!

PKNA #32: Virus

Phantomias lässt sich festnehmen, um aus einer Militärbasis ein Anti-Evronianer-Virus zu holen. Doch wie so oft ist nicht alles, wie es scheint. Das gilt auch für das Verhältnis zwischen Doppelnull-Angestelltem Ziggy und PBI-Inspektorin Mary Ann Flagstarr. Am Ende geht es mal wieder darum, eine Gewissensentscheidung zu treffen…

Die Künstlerangabe ist mal wieder falsch, denn die Bleistiftzeichnungen stammen nicht von Marco Forcelloni, sondern (unübersehbar) von Andrea Freccero.

PKNA #33: Phase zwei

Wie der Titel schon andeutet, handelt es sich um die unausweichliche Fortsetzung zu “Zwei” und “Silizium“. Eins’ böser Zwilling Zwei hatte sich an Bord eines evronianischen Raumschiffes gebeamt. Inzwischen hat er dort das System übernommen und einen teuflischen Plan ausgebrütet, um nicht nur seinen digitalen Bruder Eins, sondern gleich ganz Entenhausen zu vernichten…

Viel Action, viel Dramatik, viel Spannung – allerdings unterstreichen Graziano Barbaros recht klassische Zeichnungen diesen Aspekt nicht wirklich. Am interessantesten ist eigentlich der Einblick in die Interna der Evronianer, von denen jeder eine Intrige des jeweils anderen vermutet.

PKNA #34: Der Engel

Eine Art Detektiv-Geschichte, wie man sie eher bei “Micky Mystery” oder auch “Ein Fall für Micky” vermuten würde. Allerdings trägt das Gerüst nicht über 62 Seiten, hier fällt die Länge mal negativ ins Gewicht. PBI-Abteilungsleiter Eric J. Mitchell hat sich einer Sekte namens “Das Letzte Echo” angeschlossen und nach Berichten von Konrad Kiwi veranlasst, dass Captain Nimrod und Inspektorin Flagstarr suspendiert werden.

Wie gesagt, recht fade Story, die Zeichnungen gehen dafür in Ordnung. Dass Konrad Kiwi Xadhoom auf Seite 212 nicht erkennt, finde ich übrigens angesichts ihrer kurzen “Affäre” (wenn man das so nennen kann?) etwas unglaubwürdig.

PKNA Special #3: Das Ende der Welt

Eines der immer wiederkehrenden Themen der Serie ist die Invasion Xerbas durch die Evronianer. In kurzen Rückblenden wurde das schon oft gezeigt, aber wie genau haben es die grausamen Eroberer eigentlich geschafft, diesen von einem hochintelligenten Volk besiedelten Planeten einzunehmen? Tja, wer sich das schon immer mal gefragt hat, der bekommt hier die Antwort – mitsamt allen grausigen Details. Mir ist das schon zu hart, man sieht quasi die Disney-Version eines Genozids (weshalb die Episode wohl auch als Special und nicht als reguläres Kapitel veröffentlicht wurde). Interessant ist allerdings, wie Xerba von den Evronianern geradezu unterwandert wurde (und dass Teile der Xerbianer definitiv nicht begriffen haben, wie gefährlich diese Aliens sind).

Verknüpft wird das Ganze mit einer Art Fortsetzung von “Absoluter Nullpunkt” (LTB Premium 11) rund um den verlassenen xerbianischen Sternenkreuzer und einen der wenigen Überlebenden neben Xadhoom. Am Ende steht aber Ungewissheit, zumal Phantomias eine richtig blödsinnige Aktion abzieht.

Klarissa #1: Nach Geschmack salzen

Als 5Y-Droidin ist man auf alle Eventualitäten vorbereitet. Na gut, vielleicht nicht darauf, dass sich die gesamte Redaktion von Kanal Doppelnull bei Klarissa einlädt und diese plötzlich gezwungen ist, etwas Essbares zu servieren… und wie bitte soll man “nach Geschmack salzen”, wenn man gar keinen Geschmackssinn hat?!

Klarissa #2: Hörensagen

Klarissa wundert sich über die Vorliebe ihrer menschlichen Redaktionskollegen, über andere zu tratschen. (Darin ist sie mir übrigens total sympathisch…) Als sie beschließt, mal ihre Fähigkeiten einzusetzen, um herauszufinden, ob auch über sie geredet wird, schnappt sie ein paar Gespräche auf und versteht sofort alles falsch. Sie denkt, Ziggy soll entlassen werden, dabei ging es nur um einen alten Schneidetisch… aber hilfsbereit, wie sie nun mal ist (erwähnte ich bereits, dass Klarissa mir sympathisch ist? 😉 ), bleibt sie eine ganze Nacht auf, um Ziggy unerkannt unter die Arme zu greifen.

Klarissa #3: Jacobs Baum

Eine ziemlich traurige, aber auch anrührende Episode rund um Jacob Hannover, einen “Fan” von Klarissa. Er hatte in jungen Jahren seinen Vater (der Käpten eines Schiffes war) verloren, jedoch von ihm noch ein Samenkorn geschenkt bekommen, das zu einem großen Baum wurde. Dann stellte sich heraus, dass er auch die Schulden seines Vaters geerbt hatte, und so geriet er durch unglückliche Umstände ins Gefängnis. Nun sucht er also ausgerechnet bei Klarissa Trost, weil er sie im Gefängnis oft auf seinem Fernseher gesehen hat…

Klarissa #4: Absolut privat

Barney Fuzz, der Pförtner des Mietshauses, in dem Klarissa wohnt, hat den gut begründeten Verdacht, dass die bekannte Fernsehlady tatsächlich ein Roboter ist! Warum sonst verbraucht sie kein Wasser, kein Gas und kaum Strom? Und warum versteckt sie Metallstangen hinter einer Geheimwand? Die Erklärung kommt überraschend…

Lustige Episode mit kleinen Seitenhieben auf Sci-Fi-Comics.

Klarissa #5: Geruch und Gestank

Klarissa ist mal wieder beim Droidendoktor. Nachdem sie lange genug neidisch beobachtet hat, wie sich alle ihre Redaktionskollegen immer über alle möglichen Düfte freuen: Kaffee, Donuts, Blumen, Parfüm… so lässt sie sich einen olfaktorischen Rezeptor einbauen und erlebt die schockierende Wahrheit: Das 20. Jahrhundert stinkt!

Na ja. Vielleicht gewöhnt sie sich ja noch daran!

Bewertung

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Ich lese Comics, seit ich denken kann - oder vielleicht sogar noch länger!! Ansonsten bin ich ein großer Musikfan und mache mir ständig Gedanken über alles und jeden.