LTB Mini-Pocket 10

Preis: 5,50 €, 308 Seiten

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Die schwimmende Stadt

Ein typischer Cimino, untypischerweise von Lucio Leoni umgesetzt (den man vor allem als Phantomias-Experten kennt): Dagobert Duck und Klaas Klever sind beide hart getroffen von dem Verbot, weitere Bauprojekte im Strandbereich zu verfolgen. Dagobert hat jedoch einen raffinierten Plan: Erst stellt er seine Pläne für eine “schwimmende Stadt” vor und sorgt dann dafür, dass Klever diese Pläne kopieren kann. Wieso das denn? Und warum stellt er dann die Arbeiten an seinem Projekt ein?

Ziemlich heftig auf die Spitze getriebener Wirtschaftskampf, in dem Klaas Klever einmal mehr unterliegt, aber selten so elegant wie hier ausgebootet wird. Bemerkenswert auch die ziemlich bissige Übersetzung (“Onkodilstränen”).

Flucht!

Ein recht simpler Plot, der von Autor/Zeichner Gentina jedoch konsequent auf die Spitze getrieben wird: Donald und die Neffen müssen ihr Haus wegen einer Renovierung zeitweise verlassen und wohnen für die Übergangszeit in einem Haus, das ihrem Freund Emil Entrich gehört. Dieser jedoch hat die Stadt schon vor einiger Zeit verlassen und wohnt stattdessen in den Bergen – was Donald, Tick, Trick und Track gut nachvollziehen können, denn der Lärm und der Smog in diesem Teil Entenhausens sind unerträglich. Warum also nicht mal die Kinder zu Onkel Dagobert schicken und selbst mal bei Emil vorbeischauen?

Man ahnt erst einmal nichts Böses, aber spätestens nach zwei Wiederholungen des exakt gleichen Handlungsmusters (die Neffen fragen Dagobert nach Geld, der sucht dann Donald auf und richtet Unheil an) wird man dann (hoffentlich!) stutzig. Der Wahnsinn hat nämlich Methode (und wird sehr gut aufgelöst). Ein skurriles Detail sind der Adler Argus, die Geierin Rosita und der Pelikan Donnerstag. Quaaak!

Mittwochs bei Goofy: Anwalt auf der Anklagebank

Goofy hat mal wieder einen Roman geschrieben, den er Micky vorträgt. Wie immer ist das Ganze ein irres Verwirrspiel, diesmal vor Gericht: Goofy ist ein gefeierter Staranwalt, Micky sein trotteliger Gehilfe. Als Goofy plötzlich selbst zum Angeklagten wird, ist sein ganzer Einfallsreichtum gefragt…

Wie immer skurril und originell, aber nicht die beste Folge der Serie.

Kampf um den Kunden

Eine irre Geschichte rund um Dagobert Duck und Klaas Klever, die beide völlig austicken und direkt nebeneinander in den Ferien ihre neuen Supermärkte eröffnen. Der titelgebende Kampf geht so weit, dass die potenziellen Kunden vergrault werden…

Meister der Moderation

Donald als Depp vom Dienst. Nachdem er ein Ferndiplom in Fernsehmoderation gemacht hat, will er unbedingt ins Fernsehen. Und dort geht natürlich alles schief.

Das beste sind Lara Molinaris Zeichnungen und der Spruch: “Ich skalpiert? Du Marterpfahl!”

Der Palast des Krösus

Nachdem Klaas Klever mit einer von ihm organisierten Ägypten-Ausstellung mal wieder im Fokus des öffentlichen Interesses steht, will Dagobert Duck da nicht hintanstehen und verkündet, dass er den Palast seines großen Vorbilds Krösus finden und ausgraben möchte. Alleine die Aktion bringt ihm großen Umsatz ein, aber Klever ist auch nicht blöd und fängt an, die Arbeiten zu sabotieren. Dabei geschieht ein Unglück, Dagobert und seine Neffen werden verschüttet, aber wohin führt dieser unterirdische Fluss?

Eine kurze Geschichte der Ducks

Es gab eine Zeit, in der es tatsächlich gang und gäbe war, dass aufstrebende italienische Zeichner wie Alessio Coppola, Paolo Mottura, Lino Gorlero oder Alessandro Gottardo (oft gruselige) Skripte von dänischen “Autoren” umsetzen durften, ohne dass das Ganze als “Kollaboration” deklariert wurde. Kurt Behnke hat mit “Allein gegen alle” eine der schlimmsten Kaschperlmicky-Geschichten aller Zeiten auf dem Kerbholz (und noch einige weitere Albträume fabriziert), diese Geschichte kann man allerdings durchwinken.

Die Handlung spielt in der Zukunft. Donald unterrichtet an Dagoberts Weltraum-Uni und erzählt die wahre Geschichte der Ducks. Nur sind Ganters unter seinen Zuhörern, und denen gefällt das, was sie da hören, überhaupt nicht…

Böse oder lieb?

Dass Hicksi seit langem versucht, Goofy davon zu überzeugen, dass sie eine Hexe ist, dürfte allgemein bekannt sein. Für ihn ist sie nur eine harmlose ältere Dame. Aber ist das wirklich so schlimm? Wenn andere Menschen schreiend wegrennen, sobald sie Hicksi sehen, vielleicht nicht…

Unternehmen Wiederverwertung

Pezzin und Cavazzano. Mehr muss man eigentlich nicht wissen. Wie so oft greift Pezzin ein wichtiges Thema auf, nämlich Recycling – zu Deutsch Wiederverwertung. Durch seine Großneffen auf den Trichter gekommen, fängt Dagobert an, Müll aufzubereiten. Klaas Klever muss da natürlich Sand ins Getriebe schütten und versucht dabei, selbst von der Idee zu profitieren.

Flug ins Ungewisse

Müll. Es gibt viele “Donald-wird-von-Dussel-in-eine-Katastrophe-gestürzt”-Geschichten, aber nicht bei allen bringt Dussel massenhaft Menschen in Lebensgefahr und ist Donald am Ende lebensgefährlich verletzt und hat 1000 Taler Schulden. Der Kerl mit der Bommelmütze gehört entweder ins Gefängnis oder in die Psychiatrie!

Die Insel der Wunderfrüchte

Könnte von Cimino sein, ist aber von Panaro: Dagobert hat plötzlich einen nie zuvor gekannten Heißhunger. Laut Arzt leidet er unter Geldfresssucht – d.h. er hungert nach noch mehr Reichtum, stillt diesen Hunger aber durch Essen. Der Arzt beruhigt ihn: Die Symptome werden wieder verschwinden. Allerdings ärgert sich Dagobert darüber, dass er bis dahin jede Menge Geld für Essbares ausgeben muss – woraufhin der Arzt ihm von der titelgebenden Insel der Wunderfrüchte erzählt, wo es Nahrung gratis gibt. Also reisen Dagobert und seine Neffen zu dieser Insel; Dagobert schlägt sich den Bauch voll, aber Tick, Trick und Track wundern sich: Wo kommen die ungewöhnlichen Früchte her, auf der ganzen Insel scheint es nur Steine zu geben?!

Die Erklärung mag überraschen, der weitere Verlauf (Dagobert verspricht, das Geheimnis zu wahren und will dann doch Kapital daraus schlagen, was sich rächt) tut es nicht.

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Ich lese Comics, seit ich denken kann - oder vielleicht sogar noch länger!! Ansonsten bin ich ein großer Musikfan und mache mir ständig Gedanken über alles und jeden.

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