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Cover LTB Crime 7: Donald und Dussel als Detektive

312 S., 9,95 €, 14.2.2020

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Das Cover ist eine deutliche Verbesserung gegenüber den doch arg simplen Bildern der ersten Staffel. Nur der Schriftzug „Die zweite Staffel“ stört mich persönlich. Sieht einfach nicht ansprechend aus – hat vielleicht in der Werbung seinen Zweck, aber auf dem Titelbild doch eher unpassend. Und was macht man, wenn die Reihe so gut ankommen sollte, dass es noch einen Nachschlag gibt? „Die dritte Staffel“? Könnte peinlich werden…

Eine andere Neuerung gibt es auch: Zum ersten Mal in einem LTB sind alle Seiten schwarz. …Okay, so sieht es von außen aus. Man hat dem gesamten Buch einen schwarzen Rahmen verpasst. Das Stilmittel wurde schon beim LTB Galaxy ausprobiert, dort allerdings nur auf den Titelseiten. Insgesamt sehe ich den Sinn aber nicht so ganz, hier scheint es bloß um die Außenwirkung gegangen zu sein. Das Lesevergnügen wird dadurch nicht erhöht. Für mich ist es einfach nur eine Verschwendung von Druckfarbe, aber immerhin ist der Band trotzdem beinahe geruchlos (anders als z.B. die sehr stinkende Enten-Edition 65 – das hat Gitta nicht verdient…).

Mit Volldampf (EV)

Erster Teil – Die gläserne Perle

„Schnurch.“

Eine neunzigseitige Geschichte, das kann doch nicht schlecht sein, oder? Abwarten! Es ist ein gern genommener Trick, das gewohnte Entenhausen durch eine Parallelwelt zu ersetzen, und gerade eher mittelmäßige Autoren haben dieses Stilmittel ausgiebig eingesetzt. Man muss die Möglichkeiten, die neue Bedingungen und Figurenkonstellationen bieten, aber auch nutzen können.

Hier heißt der Spielort Dunsthusen – eine Stadt in einer alternativen Welt, in der sich alles um Dampf dreht. Deswegen ist die Stadt auch immer in Nebel gehüllt. Der Milliardär Dagobert von Dunst hat einen mobilen Geldspeicher und eine Nichte namens Daisy, der die immens wertvolle Gläserne Perle gestohlen wurde. Durch ein Missverständnis liegt es nun an Donald und Schnurch, das Juwel wiederzufinden. Unterstützung erhoffen sie sich durch den Erfinder Daniel von Düsenfiep, aber mit der Klaumeier-Bande, Gustave le Bluff sowie Kuno mischen noch mehr Figuren mit.

Es mangelt nicht an guten Ansätzen, keine Frage. Aber bei diesen bleibt es dann leider auch. Die (im wahrsten Sinne des Wortes) Steampunk-Atmosphäre wird von Luciano Milanos ziemlich ansprechenden Zeichnungen auch gut umgesetzt, aber das ist noch das Beste an der insgesamt sehr unausgegorenen Geschichte, die leider alles auffährt, was ich an Gianfranco Cordaras Storys schon zuvor kritisiert habe: Die Welt bleibt mir einfach fremd, die Akteure sind entweder unsympathisch oder wenig überzeugend charakterisiert, Wendungen in der Handlung wiederum kommen völlig überraschend und wirken teilweise einfallslos oder total weit hergeholt (z.B. dass Donald Daisy gegen eine Briefmarkensammlung eintauscht). Der völlig sinnfreie Schluss lässt dann am Ende jede Hoffnung, dass Cordara sich beim Aufbau der Geschichte irgendetwas gedacht haben könnte, wie eine Seifenblase zerplatzen. Neben dem Autor sehe ich aber auch die (dem Vernehmen nach ziemlich schlechte) damalige Topolino-Redaktion hier als Verantwortliche: Wie kann man ein so unausgegorenes Skript durchwinken? Na ja, wir haben die Ergebnisse der damaligen Politik ja auch im LTB „genießen“ dürfen, das nicht nur wegen der Egmont-Comics zu dieser Zeit einen Tiefpunkt erlebte… „Mit Volldampf“ zeigt deutlich, dass längere Comics nicht automatisch besser sind als kürzere (auch wenn es von Letzteren damals wirklich zu viele gab). Ach ja: Zieht man die Einleitungen der Teile 2 und 3 ab, bleiben nur noch 86 Seiten Inhalt übrig!

Wer ist Phantomias? (EV)

Ja, wer bloß? Oh Mann… Der italienische Originaltitel „Lo strano caso di Paperinik e di mister Cicciok“ – also in etwa „Der seltsame Fall des Phantomias und Mister Franzomias“ – ist deutlich besser, aber noch das Beste an der (sorry) miesen Geschichte.

Dabei ist die Grundidee nicht so schlecht: Die Familie (Donald, Daisy, Dagobert, Dussel und Gustav – aber erstaunlicherweise keine Tick, Trick und Track!) trifft sich auf Oma Ducks Hof. Als Franz aus Versehen einen Dieb stellt, findet man bei ihm unter den Sachen der verschiedenen Personen ein Phantomiaskostüm. Donald, der seine Geheimidentität in akuter Gefahr sieht, schiebt den Verdacht auf Franz, ohne dabei zu ahnen, was er damit anrichtet…

Peinlich, peinlich. Was sich Massimo Marconi, eigentlich ein hervorragender Autor, hierbei gedacht hat, würde ich gerne mal wissen. Aus einer im Ansatz ganz netten Idee wird eine Geschichte zum Fremdschämen oder gleich Überblättern! Das einzig Positive: Sie ist nicht als Kaufanreiz-EV im LTB Ultimate Phantomias gelandet. Trotzdem: furchtbar!!

Kaffeepause (EV)

Immerhin, nur ein Einseiter dieses Mal, und keiner mit Panzerknackern! O Jubel, o Freud‘! Sooo toll ist der hier (aus dem Entenhausener Kommissariat) aber auch nicht.

Der Maskierte Maler (EV)

Zwei Comics, in denen Sergei Schlamassi (der übrigens auch bei „Mit Volldampf“ eine – wenn auch eher unrühmliche – Rolle hat) als „Maskierter Maler“ auftrat, sind bei uns bereits erschienen: „Maskierte Kontrahenten“ (LTB 434) und „Destruktors Rache“ (LTB 459). Sergeis erste Gehversuche als Held waren aber bislang im deutschen Sprachraum bislang nicht bekannt. Nicht zum ersten Mal erscheint somit eine ältere Geschichte nach deutlich jüngeren Fortsetzungen, auch wenn es schon schlimmere Fälle gab (ebenfalls mit Sergei in der Hauptrolle fallen mir da „Der Fluch des Zepters“ [LTB 501] und die Fortsetzung „Ist das Leben nicht schön?“ [LTB 433] ein).

Wie kam es nun dazu, dass der einstige Antiheld Sergei zum Superhelden (oder so) wurde? Nun, er war damals bei einem Malerbetrieb angestellt und erlebte viel Ungerechtigkeit – einen schikanösen Chef, Drängler, Falschparker… und inspiriert von seinem Lieblingscomic (und einem Blitzeinschlag) wollte er auch gerne für die Gerechtigkeit eintreten. Nach anfänglichen Problemen ging das sogar eine Weile ganz gut, bis die Sache zu wirr für einen Helden mit Pinsel und Pömpel wurde…

Nicht die schlechteste Sergei-Geschichte. Corrado Mastantuono hat hier eine interessante Erzählung ausgebrütet, die angemessen skurrile Details aufweist. Phantomias‘ Auftritte haben eher Alibi-Funktion. Eher unschön finde ich Stefano Intinis Zeichnungen, die zwar grundsätzlich Mastantuonos eigenem Stil ähneln, aber deutlich ungelenker und unförmiger wirken, zudem sehen einige Nebenfiguren sehr… gewöhnungsbedürftig aus. Allerdings hält es sich hier noch in (lesbaren) Grenzen.

Interessant ist die Zeitung auf S. 75 unten, aus zweierlei Gründen: Erstens ist der Zeitungsartikel zwar klein gedruckt, aber doch eindeutig in italienischer Sprache. Ob die Reducktion das übersehen oder ganz bewusst so belassen hat? Und zweitens heißt die Zeitung „Entenkurier“, was m.M.n. eher unglücklich gewählt ist, weil ich da automatisch an die Pseudo-Zeitung auf der Rückseite des Micky-Maus-Magazins denken muss.

Es empfiehlt sich übrigens, nach Genuss dieser Geschichte noch mal die Fortsetzung in LTB 434 zu lesen (auch wenn sie eher schwächer ist und der Ursprungsgeschichte sogar in Teilen widerspricht): Nicht nur, dass ein Panel fast originalgetreu zitiert wird, auch der (namenlose) Talkshow-Moderator hat dort tatsächlich einen weiteren Auftritt!

(Wie wäre es eigentlich mal mit einer Enten-Edition rund um Sergei Schlamassi?)

Mit Volldampf (EV)

Zweiter Teil – Jagd auf Gustave de Bluff

(s.o.)

Agent DoppelDuck (1)

(Nachdruck aus LTB 384)

Donald Duck (gerade erst in einem Agentenfilm eingeschlafen, ganz zu Daisys Verärgerung) erfährt, dass er sein Auto drei Tage lang in einem Halteverbot geparkt hat. Aber was hat er in der Zeit getan? Langsam fügen sich die Puzzleteile zusammen: Ganz offensichtlich war er in dieser Zeit als Geheimagent tätig, für die „Agentur, die so geheim ist, dass sie nicht einmal einen richtigen Namen hat“ (kurz „Agentur“). Und nun soll er wieder in den Agentendienst eintreten.

Pfusch am Bau! Die Geschichte heißt im Buch fälschlicherweise „Agent DoppelDuck: Die Liste“. Das ist jedoch der Titel der zweiten DoppelDuck-Folge, die erste hat eigentlich gar keinen eigenen Titel und läuft in LTB 384 einfach nur unter „Agent DoppelDuck“. Das macht auch Sinn, denn in der Geschichte wird Donalds Einführung in die Agentur erzählt. Die titelgebende Liste taucht hier noch gar nicht auf.

Von dieser falschen Betitelung abgesehen verstehe ich auch den Sinn dieses Nachdrucks überhaupt nicht. DoppelDuck-Nachdrucke? Immer gerne, LTB 384 ist mittlerweile über zehn Jahre alt und DoppelDuck spätestens nach dem Reboot in LTB 524 (und kurz vor dem neuen James-Bond-Film) in aller Munde. Aber dann doch bitte gesammelt, chronologisch und in einer eigenen Reihe (am besten noch mit den dazugehörigen Ziche-Gags); momentan sind alle Folgen über zig LTBs (plus eine Folge im Extra) verstreut. Einfach mal eben die Pilotfolge nachzudrucken bringt überhaupt nichts. Man hat hier ja nicht mal den Fehler behoben, dass die Filmfigur „James Tond“ hier „James Ex-Blond“ (Agent 00 1/7) und nicht wie später in LTB 432 „James Rond“ (Agent 0707) heißt. Kleines Detail? Vielleicht, aber Kontinuität sollte schon sein, und wer weiß, wann die Folge „Wie im Film“ irgendwann nachgedruckt wird (wodurch man den Fehler an dieser Stelle korrigieren könnte). Falls die nächsten Folgen tatsächlich auch im Crime nachgedruckt werden sollten (was ich persönlich nicht hoffe), würde ich mir wünschen, dass man zumindest die Sache mit Joe/Farlo Feldmann (der Name wechselt in den LTBs 385, 386 und 387 wild hin und her) und den unsinnigen Schluss von Teil 4 noch mal genauer anschaut.

Immerhin profitieren die (von Max Monteduro schön kolorierten) Bilder von der Vergrößerung des Formats, auch wenn Freccero damals noch weniger detailliert gezeichnet hat als z.B. beim oben erwähnten Reboot (dafür aber lebendiger). Fausto Vitalianos geniale Sprüche sind natürlich nach wie vor eine Bank. Dass die Geschichte in einigen Details nicht zu der später in „Extremer Einsatz“ (LTB 425) nacherzählten Geschichte der „ersten drei Tage“ passt, lässt sich wiederum nicht so leicht beheben.

Ach ja: Besonders auf S. 145 wirkt der schwarze Rahmen seltsam. Warum nicht gleich die ganze Seite schwarz machen?

Kommissar de Mauss: Der Fall von Floras Uhr (EV)

Mick de Mauss, wie immer die Vergesslichkeit in Person, weiß nur noch, dass er eine Verabredung mit Minnie hatte, aber nicht mehr, wo oder wann! Als er bei Minnie vorbeischauen will, findet er statt ihr nur Blumen und einen mysteriösen Hinweis. Was könnte das bedeuten? Nun, es hat mit dem Frühling zu tun, auf den auch Goofotte so sehnlich wartet…

Meine Freude darüber, dass „Kommissar de Mauss“ endlich wieder im Crime vertreten ist, wird erneut dadurch getrübt, dass die Geschichte wieder mal ziemlich wenig spannend ist, noch dazu von Andrea Ferraris eher hässlich gezeichnet. Immerhin: Für einen Band, der am Valentinstag erschienen ist, passt es erstaunlich gut. Mehr Romantik als Crime. Und auch die Hinweise auf Carl von Linné sind ganz nett, ebenso die Blumenuhr.

Bin ja mal gespannt, wie die Serie weiterläuft: Bislang sind die Folgen im Crime alle in korrekter Reihenfolge gedruckt, die nächste Episode „Der mysteriöse Monsieur Leclic“ ist aber schon zwei Mal auf Deutsch erschienen (LTB Exklusiv 1 & Spezial 51)…

Aus den Tagebüchern der Daisy Holmes: Das rote Zimmer

(Nachdruck aus LTB 227)

„Aus den Tagebüchern der Vorfahrinnen (Daisys)“ ist eine dieser Serien, die auf Deutsch ziemlich wild verteilt erschienen sind. „Daisyramis – Gesetzlos in Babylon“ z.B. findet sich im LTB History 1. Auch der Name der Serie variiert immer wieder!

Im Gegensatz zu vielen der regulären Tagebuch-Geschichten zeigt diese Serie Daisys Vorfahrinnen als kluge und für ihre Zeit oft erstaunlich emanzipierte Frauen. Erzählerin hier ist Daisy Holmes, die als Privatlehrerin einen ziemlichen Satansbraten zügeln soll. Tatsächlich schafft sie es, den kleinen Artie fürs Lernen zu begeistern. Dann allerdings geschieht ein Diebstahl, und mehrere Mitarbeiter des Hauses sind verdächtig…

Eine schöne Geschichte, die ich hiermit allerdings bereits zum dritten Mal in meiner Sammlung habe, nach LTB 227 und dem Hardcover-Band „Micky Holmes & Donald Watson“ (rezensiert übrigens in Bertel-Express 31). Immerhin gibt es zum ersten Mal die Titelseite in guter Qualität; in LTB 227 sieht sie nämlich genauso schlecht aus wie im ECC-Buch. Allerdings fand ich die Schreibschrift beim Originalabdruck schöner!

Generell ist es erstaunlich, wie sehr sich Stefano Intinis Zeichenstil in gerade mal zehn Jahren gewandelt hat. Zwar sind die Zeichnungen auch hier schon dezent „angeschrägt“ (gerade was einige der Figuren angeht), aber insgesamt sind die Bilder viel runder, detaillierter, realistischer und (im Cavazzano-Sinne) klassischer als bei der jüngeren Sergei-Story.

Claudia Salvatori hat übrigens einige tolle Geschichten geschrieben und gerade auch für Krimis immer wieder ein Händchen gezeigt (siehe z.B. „Der legendäre Al Mausone“).

Nur dass man Noten lesen können muss, um Geige zu spielen, halte ich für einen Mythos 😉

Der schwarze Diamant (EV)

Hubert Bogart und Dussel sollen einem Klaus Klunker helfen, dessen Schwarzen Diamanten vor dem Dieb Nils Nimmweg zu schützen. Als sie bei der Villa ankommen, geschehen jedoch seltsame Dinge.

Noch so ein Tiefschlag. Ich habe ja schon öfter erwähnt, dass ich Hubert Bogart als Figur zwar mag, aber weniger in Kombination mit Dussel. Treten beide zusammen auf, gibt es meist nur Chaos, und so ist es auch hier. Dussel ist mal wieder die wandelnde Katastrophe. Man wird als Leser richtig wütend angesichts seiner Dummheit! Und ähnlich wie „Mit Volldampf“ stammt auch dieses Nichts von Geschichte aus der schwächsten Zeit des „Topolino“. Interessant höchstens bloß noch die Tatsache, dass Andrea Lucci schon deutlich länger als Zeichner tätig ist als ich dachte.

Leider ist es danach noch nicht aus mit Hubert Bogart, denn der Detektiv existiert auch in Dunsthusen. Ich dampfe nicht gerade vor Freude.

Ein Fall für Micky: Die Blütenträume des Bankiers

Die positive Überraschung des Bandes (leider fast die einzige) war für mich die EFFM-Folge. Zwar ist sie nicht perfekt, aber vielleicht doch die bislang beste der im Crime nachgedruckten Geschichten rund um Micky im Trenchcoat.

Wie immer gibt es ein paar Handlungsebenen, die miteinander in Verbindung stehen. Da wäre das Entenhausener Seniorenheim, das ziemlich heruntergekommen ist. Micky soll für Frau Treuherz eine Halskette verkaufen, damit sie die Renovierung bezahlen kann. Allerdings bekommt er für die Kette Falschgeld, und ist sofort mitten in einem schwierigen Fall: Offenbar wurden nämlich die Druckplatten gestohlen, sodass das Falschgeld quasi beinahe echt ist. Und wenn die Fälscher den Code für die Seriennummern knacken, dann ist das gesamte Wirtschaftssystem in Gefahr…

Der größte Schwachpunkt ist neben der etwas arg komplizierten Gemengelage die Szene am Flughafen. Mickys Verhalten gefällt mir hier trotz Erklärung gar nicht; das hätte man irgendwie besser lösen müssen. Dass er direkt darauf noch einen hämischen Witz reißt, macht die Sache nicht besser. Außerdem sind zwei andere Dinge in meinen Augen kritikwürdig: Erstens ist [Spoiler]der Champagner zu Beginn arg offensichtlich platziert[/Spoiler] und zweitens wundere ich mich über [Spoiler]einen Kriminellen, der für eine falsche Kette eine Menge Geld ausgibt, und sei es noch so falsch[/Spoiler]. Davon abgesehen ist es aber genau die Art Geschichte, die man eigentlich bei Design und Titel von „LTB Crime“ erwartet: Recht düster (hier gibt es sogar ernste Verletzungen), spannend und komplex.

Ziemlich gut sind auch die Zeichnungen des längst nicht unumstrittenen Joaquín: Durch die tolle neue Kolorierung werden die stimmungsvollen Bilder (auch wenn Joaquíns Repertoire an Stimmungen fraglos limitiert ist) noch mal deutlich aufgewertet. Nur Mickys Proportionen sind nicht ganz gelungen; sein Körper wirkt zu lang und seine Augen sind teilweise zu groß.

Mit Volldampf (EV)

Dritter Teil – Vier gegen einen Geldspeicher

(s.o.)

Fazit

Die Reihe LTB Crime wurde von außen aufgehübscht (besseres Cover, schwarze Umrandung der Seiten – Letzteres finde ich persönlich allerdings eher störend), der Inhalt überzeugt mich aber zum ersten Mal nicht. LTB Crime 7 ist in meinen Augen die bislang schwächste Ausgabe der Reihe und ich hoffe, dass das kein böses Omen für die restlichen (?) fünf Bände ist. Auch wenn zumindest Band 9 dank einer langersehnten Casty-Erstveröffentlichung ein Pflichtkauf sein dürfte. Das einzig Positive: Der Preis wurde nicht erhöht und bleibt stabil bei 9,95 €. Okay, mit Sergei, Kommissar de Mauss, dem „roten Zimmer“ und EFFM sind immer noch vier lesenswerte Comics enthalten (was ich auch über den DoppelDuck sagen würde, wenn er nicht so dermaßen kontextlos hier auftauchen würde), aber die längste Geschichte zieht den Gesamteindruck doch deutlich herunter, ebenfalls die absolut niveaulosen Phantomias- und Dusselcomics.

Ach ja: Auf dem Cover von Band 12 darf endlich mal eine weibliche Figur auftauchen! Aber wer ist es? Trudi? Gundel Gaukeley? Lola Duck? Nein, Daisy Duck! Zusammen mit Donald, der damit gleich drei (!) der sechs Bände der 2020er-Staffel ziert (nach nur einem 2019). Also ehrlich, ich verstehe diesen Verlag nicht…

★★★

Bewertung

Spectaculus

Hallo, ich lese Comics, seit ich denken kann - oder vielleicht sogar noch länger!!
Ansonsten bin ich ein großer Musikfan und mache mir ständig Gedanken über alles und jeden.

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Spectaculus

Hallo, ich lese Comics, seit ich denken kann - oder vielleicht sogar noch länger!!
Ansonsten bin ich ein großer Musikfan und mache mir ständig Gedanken über alles und jeden.

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