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Was sind “Wokies”, “Wokisten” und was ist “Wokistan”? – Bedeutung & Herkunft erklärt


Im Internet liest man heute immer öfter von “Wokies” oder “Wokisten, manchmal auch “Woke Culture”, aber was hat es damit genau auf sich und wieso sind diese Begrifflichkeiten heute immer beliebter geworden? Wir haben die Worte hier erklärt.

Während die einen das Wort “woke” als einen sinnvollen Begriff ansehen, ist er Begriff für viele andere stark aufgeladen und schon länger Teil einer in konservativen und liberalen geprägten Kreisen Kritik daran, bei allem korrigiert zu werden oder in jedem Sachverhalt Probleme zu sehen. Ein Teil davon ist auch die “Cancel Culture”.

Wokies & Wokisten: Erklärung, Bedeutung & Defintion

Die Bezeichnung “Wokies” und “Wokisten” steht als Abkürzung für Anhänger der schon lange in Verruf geratenen “Woke Culture”, bei der Anhänger auf Gleichberechtigung, Rassismus, Sprache und andere Faktoren aufmerksam machen und damit in den Augen vieler Kritiker mittlerweile übertreiben.


Aus diesem Grund bildeten sich Worte heraus, mit denen man die Anhänger leichter unter einer Bezeichnung zusammenfassen konnte, auch, um das Phänomen der Woke Culture besser beschreiben zu können.

Insbesondere Personen, die exzessiv auf Themen wie Rassismus, LGBTQ+, Menschenrechte und ähnliche Thematiken aufmerksam machen, werden öfter als Wokies oder Wokisten bezeichnet. Obwohl der Begriff aus den USA stammt, findet er auch immer mehr hier in Deutschland Verwendung. Gerade auf Twitter kommt es dann regelmäßig vor, dass sich anders gesinnte oder der Bewegung eher kritisch gegenüber stehende Nutzer unter Nennung dieser Begriffe über die anderen unterhalten.

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Was ist Wokistan? – Erklärung & Bedeutung

Seltener fällt auch das Wort “Wokistan”. Hiermit ist ein Ort gemeint, in dem die Anhänger der Woke Culture wohnen, beziehungsweise, wie sie sich diesen vorstellen. In gewisser Weise kann man dabei von einer Art Traumort der “Wokies” sprechen, wie sie sich die perfekte Welt selbst vorstellen – die von Kritikern jedoch als unmöglich oder gar nicht erst erstrebenswert bezeichnet wird.


In einigen Vorstellungen würde es in Wokistan keine Diskriminierung und auch keinen Rassismus geben, sondern eine offene und tolerante Gesellschaft, in anderen wäre diese Welt eher humorlos und totalitär, weil man über andere weder scherzen, noch in irgendeiner Weise schlecht reden darf. Die Ideen darüber ist deshalb stark umstritten, eine einheitliche Definition gibt es nicht. Meistens wird der Begriff aber genutzt, um die negative Konnotation, die nicht erstrebenswert ist, hervorzurufen.

Beispiele für Wokies und Wokisten im Sprachgebrauch

Wenn jemand zum Beispiel aber auch unpolitisch ist, oder zumindest selbst keine feste Meinung vertritt oder seinen Online-Auftritt so gestaltet, kann er andere als “Wokies” bezeichnen. Wer öfter schwarzen Humor im Internet postet oder teilt, könnte so behaupten, damit absichtlich “die Wokies ein wenig aufregen zu wollen”.

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Doch auch aus der linken Bewegung selbst, die nicht regelmäßig auf entsprechende Themen aufmerksam macht oder mit der Art und Weise, wie dies geschieht, unzufrieden ist, kann die teilweise als “Neulinken” bezeichneten Personen als woke bezeichnen.


Insofern kann man in gewisser Weise aber davon sprechen, dass sich Wokies/Wokisten (letzterer Begriff soll sich ein wenig seriöser anhören) den Trolls, bzw. Trollen als Gruppe direkt gegenüberstehen. Statt andere zu “trollen”, wollen sie über Probleme aufklären und aktiv nach Dingen suchen, die anders gemacht werden sollten, wenn auch oft unter größerer Kritik.

Eine einwandfreie, nicht politisch in irgendeiner Form aufgeladene Definition des Begriffes “woke” fällt aber generell schwer, weshalb man Wokies und Wokisten am ehesten einfach unter Anhängern der Woke Community verstehen kann oder unter solchen, denen diese Anhängerschaft vorgeworfen wird.

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