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Warum Stop-Motion perfekt für eine schauderhafte Stimmung ist

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Egal ob Coraline, ParaNorman oder Nightmare before Christmas, all diese Filme haben zwei Dinge gemeinsam: Stop-Motion und eine gruselige Stimmung. Doch warum bietet sich Stop-Motion besonders gut für so eine Atmosphäre an? Warum ist Stop-Motion als Genre so… gruselig?

Was ist Stop-Motion?

Doch zuerst, was versteht man unter den Begriff „Stop-Motion“?


Stop-Motion ist eine Filmtechnik, bei der die Illusion von Bewegungen erzeugt wird. Stop-Motion ist vielseitig in diesem Punkt, wir fokussieren uns aber hier hauptsächlich um die Stop-Motion-Technik, die mit der Knetanimation Hand in Hand geht. Also aufgenommene Fotos von immer wieder leicht veränderten z. B. gekneteten oder bebilderten Sets, die anschließend zusammengeschnitten werden. Doch warum ist sie nun so perfekt für eine schauderhafte Stimmung?

Warum geht Stop-Motion und eine grusel Atmosphäre Hand in Hand?

Dabei gibt es viele Gründe, warum eben die Knetanimation mit dem Stop-Motion Handwerk gut harmoniert, um diese Stimmung zu zeigen. Zum einen trägt das allgemeine Setting viel dazu bei. Dies kann man bei einem Film wie Nightmare before Christmas ziemlich gut sehen. Die Hintergründe sind pechschwarz und es werden wenig Farben genutzt, abseits von paar Ausnahmen.

Auch die Designs der Charaktere sind in Stop-Motion beitragend für die Stimmung. Anders als bei anderen Animationsarten wie dem traditionellen 2D oder dem modernen 3D, werden diese Figuren für die Knetanimation erstellt, um sie dann Stück für Stück bewegen zu können. Oft, bei Filmen wie ParaNorman oder Corpse Bride, werden abstruse Kopfformen ausgewählt für die Charaktere, was diese ebenfalls gruseliger erscheinen lässt.

Und grundsätzlich sind die abstrusen Designs immer einzigartig. Von kurzen holzigen Armen, zu blassen Gesichter und Augen mit stehen gebliebenen Pupillen, die einem so vorkommen, als würde die Figur nur verstörend schauen. Diese schrillen Designs werten das Setting ziemlich gut auf. Und geben einem das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Und das ist sehr wichtig, um etwas gruselGruseligesiges erschaffen zu können.

Beispiel von einem Stop-Motion Kurzfilm, der eine grusel Aura hat

Besonders auch die Farbwahl ist wichtig, wie man es im Kurzfilm „Vincent“ sehr gut erkennt. Und auch die Limitationen von einem Stop-Motion Film tragen dazu bei, eine gruselige Aura rüberzubringen. Bei z. B. den Hintergründen, wenn diese begrenzt oder fast wie leer zu wirken scheinen, gibt es uns ein Unbehagen. Die Welt dieser Figuren wirkt für einen fast schon surreal.

Bekannte Beispiele

Regisseure wie Tim Burton, Henry Selick oder auch Studios wie Laika sind dabei bekannte Beispiele, die einem zuerst in Sinne kommen. Auch wenn beide Parteien ihre Stimmung in Stop-Motion sehr unterschiedlich aufbauen.

Während Burton oder auch Selick oft mit der Farbgebung der jeweiligen Hintergründe spielten und immer darauf achten, die Gesichter ihre Figuren einen verstörten Blick zu geben. So macht es Studio Laika anders, mit Filme wie Coraline oder ParaNorman erfüllen sie natürlich paar der klassischen Klischees von solchen Stop-Motion Werken, aber kriegen ihre grusel Atmosphäre durch ihre Storys hin.

Sowie bei Coraline, wo ein junges Mädchen von ihrer öden Realität in eine bessere entfliehen will, aber schnell die Konsequenzen sieht in ihrer Entscheidung. Und am Ende sich gegen ein surreales Spinnenmonster stellen muss, was Minuten davor für sie die perfekte Mutter noch war. Eine gruselige Prämisse, die durch das unwohle Gefühl, was Stop-Motion vermitteln kann, mehr an Reiz dazu bekommt.

Trailer vom Film „Coraline“

Ein eher unbekannterer Film mit „The Adventures of Mark Twain“ zeigt auch ganz gut, was alles Stop-Motion fähig ist.

Kein anderes Medium könnte solche surrealen Szene so gut rüberbringen. Für eine auch so abstruse Story, die als Hommage für die Werke von Mark Twain gilt, passt die Wahl es in Stop-Motion umzusetzen perfekt zu der Stimmung, die, diese Geschichte erzielen will.

Ein Beispiel für eine der zahlreichen surrealen Szenen aus diesem Film, Quelle

Fazit

Stop-Motion ist ein besonderes Medium, auch wenn es sicherlich weniger genutzt wird als andere Animationstechniken. E ist es ein gutes Medium für Geschichten, die eine extra Würze wollen in einer schaurigen Atmosphäre. Seien es nun surreale Werke wie „The Adventures of Mark Twain“ oder düstere, aber auch märchenhafte wie „Nightmare before Christmas“ oder „Coraline“. Ein Medium, was sich somit sowohl von der Machart, als auch vom Ton stark unterscheidet.

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Daniel

Dein Lieblingsautor aus Bielefeld, ah warte, da war ja was...

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