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Ausschnitt/Zitat aus Video

Streamer Vlesk wird sexuelle Nötigung vorgeworfen


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Dem Twitch-Streamer Vlesk wird aktuell von der Twitter-Nutzerin “Farbenfuchs” sexuelle Nötigung vorgeworfen. In einem längeren “TwitLonger” fasst sie Erfahrungen zusammen und erhebt schwerere Vorwürfe gegen den um 2020 herum sehr bekannt gewordenen Streamer.

Information: Dieser Artikel wurde bereits aktualisiert, weiter unten finden sich auch Informationen zum Statement von Vlesk zu dem Tweet. (Letzter Stand: 02.05., 20:08 Uhr)

Vlesk, der vor allem durch den Hype um das Videospiel Among Us berühmt wurde und in der Szene um Streamer wie Baso, HandOfBlood und andere in Berlin ansässige Content Creator aktiv ist, hat sich bisher zu den Vorwürfen noch nicht geäußert.


Leslie/Farbenfuchs wirft Vlesk sexuelle Nötigung vor

Das Ereignis selbst soll bereits einige Jahre zurückliegen, genauer gesagt im Jahr 2015 stattgefunden haben, wie Leslie selbst berichtet. Mutmaßlich soll es sich dabei um eine sexuelle Nötigung trotz vermehrter “Neins” gehandelt haben, bei der Vlesk versucht haben soll, sie mehrfach zu küssen.

Leslie erwähnt ihrem langen Statement, mit dem sie sich nach all den Jahren vor allem Luft verschaffen möchte und zu dem sie, wie sie selbst schrieb, und für das sie offenbar auch ein Okay von Vlesk haben soll, zwar auch Erfahrungen anderer Streamer, redet hierbei auch vom “Schlimmsten”, bezieht sich jedoch nicht weiter darauf, um was es sich genau handeln soll. Auch andere Namen werden nicht genannt.

Für Leslie sei es insbesondere ab 2020 unangenehm gewesen zu livestreamen, weshalb sie sich auch vor allem aus Streaming-Projekten herausgehalten hatte, um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Um diesen Zustand loszuwerden, meldete sie sich jetzt öffentlich zu Wort. Bereits 2020 soll sie mit ihm geschrieben haben, er meinte damals laut ihrer Aussage im TwitLonger, gedacht zu haben, es sei einvernehmlich gewesen. Auch vor wenigen Monaten standen die beiden noch einmal im telefonischen Kontakt.


Besagter Tweet und Auslöser des Themas online, Quelle: Twitter

Ob sich der Fall wirklich so ereignet hat, lässt sich aus der Außenperspektive nicht bestätigen oder verneinen. Klar ist jedoch, dass man mit Vorwürfen dieser Art aufpassen muss und selbstverständlich die Unschuldsvermutung gilt. Konkrete Beweise außer das Statement von Farbenfuchs gibt es nicht. Im Zweifelsfall stände maximal Aussage gegen Aussage.

Ihr Tweet erreichte bis jetzt weit über 4.000 Likes und fast eine Million Impressionen.

Thema polarisiert, aber kaum jemand äußert sich dazu

Die Twitch-Szene auf Twitter schweigt sich trotz Trendplatzierung jedoch aktuell vor allem über das Thema aus, außer einigen wenigen “Ausgestoßenen” wie OrangeMorange, Scurrows oder KuchenTV hat bisher kaum jemand Stellung dazu bezogen.


Auch wird Vlesk jetzt zunehmend in die Kritik genommen für vergangene Kritik an anderen Streamern, die vor allem Sexismus betrafen, beispielsweise gegen MontanaBlack, da dieses Starkmachen für die “gute Sache” nun in den Augen vieler Nutzer nicht mehr so vorteilhaft aussehen würde.

Die Streamerin “YuliExe” berichtet unter dem Tweet von gegenteiligen Erfahrungen und spricht von Vlesk über einen der “nettesten Menschen, die ich je getroffen habe”. Auch andere äußern sich positiv, die meisten solidarisieren sich jedoch mit der Streamerin. Von den meisten anderen Streamern aus seiner “Bubble” oder Umgebung gibt es bisher jedoch kein Statement.

Nachtrag, 01.05.: Mittlerweile hat sich Bonjwa dazu geäußert (siehe oben, ab 10:46:30). Wie er offenbar von Vlesk persönlich erfahren hat, möchte er sich dazu noch äußern. Wann genau das passieren soll, ist jedoch noch unbekannt. Dass er dafür jedoch Zeit benötigt, sollte ihm auf jeden Fall eingeräumt werden. Bis dahin lässt Bonjwa die Zusammenarbeit mit ihm jedoch ruhen.


Nachtrag, 02.05.: Mittlerweile hat sich doch auch Vlesk dazu geäußert. Er beschreibt in wiederum seinem TwitLonger, dass er damals Signale, auch wegen Alkoholeinfluss – mittlerweile trinkt er laut eigener Aussage nicht mehr – falsch verstanden hatte. Er fügt zudem Kontext zu den Ereignissen hinzu, sagt, dass Leslie diese Veröffentlichung eigentlich anders gemeint haben würde (gemeinsam mit ihm in einem Aufklärungsvideo) und stellt auch die Ereignisse mit der “anderen Person”, bei der vom “Schlimmsten” geredet wurde, als nicht richtig heraus.

Zudem kritisiert er, dass Baso, mit der er eigentlich bis 2019 nur wenig zu tun gehabt hätte, mit in die Sache hereingezogen wurde. Er hätte sich seit damals sehr verändert, wie er selbst behauptet und wäre deshalb menschlich weiter als damals. Trotzdem schildert er die Situation anders, dass es eine Vorgeschichte, längeren Kontakt, gemeinsame stundenlange Gespräche und einen Filmabend gegeben habe und der Kontext bei Leslie etwas untergegangen wäre. Was das für die Zusammenarbeiten und den Kontakt mit anderen Streamern bedeutet, steht aktuell ncoh offen.

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