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neverthink ende shutdown
Ausschnitt/Zitat von Neverthinks Seite

Neverthink am Ende – Die Meme-Plattform ist gescheitert


Neverthink am Ende - Die Meme-Plattform ist gescheitert 15 Listen to this article

Die Meme-Plattform Neverthink ist am Ende. Wenn man die Seite noch besucht, bekommt man lediglich den Text “Time to say goodbye đź‘‹” angezeigt, ein paar Pressebericht-Zitate und danach noch die Creators, die fĂĽr die Plattform tätig waren. Der Tod kam schnell und fĂĽr die Meisten unerwartet, noch vor einigen Tagen war von dem Ende nämlich weder etwas bekannt, noch rechnete man jetzt damit.

Neverthink wollte eine Plattform fĂĽr Memes sein, die auĂźerdem auch die Meme-Creators unterstĂĽtzt, die ansonsten von YouTube und anderen Seiten oft aufgrund von Copyright-Problemen Steine in den Weg gelegt bekamen. Damit war Neverthink auch ein direkter YouTube-Konkurrent, obwohl die Memes zuerst noch ĂĽber YouTube gehostet und lediglich bei Neverthink abgespielt wurden, konnte man später auch auf der Seite selbst hochladen. Mit Boosts und weiteren Assets arbeitete daran, dass damit auch Geld verdient werden konnte – doch wirklich Viele auĂźer die vielen angeworbenen Creators selbst waren nicht auf der Plattform unterwegs.

Finanzierung von Neverthink war wohl nicht mehr möglich

Der wahrscheinlichste Grund, warum die Plattform jetzt geschlossen hat, ist, dass die Finanzierung des Projekts einfach nicht mehr möglich war. Das bedeutet, dass die UnterstĂĽtzer, die alles finanziert haben, den Geldhahn zugedreht haben. Dabei gibt es die Seite schon etwas länger und insbesondere 2020 hat man einiges daran gelegt noch größer zu werden – aber das war offenbar noch nicht groĂź genug.


Denn die ganzen Angestellten, die für die Plattform arbeiteten, müssen natürlich auch bezahlt werden. Am Ende war das Ganze aber vielleicht doch nur eine Utopie und Wunschgedanke mit Memes wirklich auf Langzeit Geld verdienen zu können als Plattform. Vielleicht lohnt es sich aber auch einfach nicht als Videoplattform neben Giganten wie YouTube oder mittlerweile auch TikTok anzutreten, wo Memes einfach ein Bestandteil sind.

Gleiches Spiel gab es vor einigen Jahren beim Video-Konkurrenten Vidme ja bereits. Nur zur Erinnerung: Vidme sah wie ein Hoffnungsschimmer aus, bis die Plattform dann ĂĽberraschend aufgegeben wurde, weil es einfach finanziell nicht mehr ging und man vor allem keinen Sinn mehr darin sah.

Die Video-Giganten sind noch immer unbezwingbar

Sei es wegen des generellen Problems von neuen Video-Diensten oder dem Fakt geschuldet, dass die Langzeit-Strategie bei Neverthink entweder nicht vorhanden oder nicht besonders gut gewesen ist, eine gute Idee und ein nettes Projekt war es, trotz anfänglicher Zweifel, am Ende dann doch. Schade ist es also, dass es jetzt gescheitert ist und wohl auch nicht mehr zurückkommen wird.


Auch Tipps oder Ideen werden jetzt nichts mehr bringen, um noch etwas zu retten, denn wenn das Geld fehlt, wird es schwer. Man hat es immerhin versucht, auch wenn man gescheitert ist. NatĂĽrlich hätte man versuchen können sich mit Memes oder Compilations auf YouTube Reichweite zu verschaffen, aber am Ende des Tages wäre das keine Hilfe fĂĽr die Meme-Szene gewesen und eine Alternative fĂĽr Creators erst recht nicht – und die hatte man ja eigentlich versprochen.

Am Ende ist allen Beteiligten, Angestellten und Creators letztlich nur alles Gute zu wĂĽnschen und zu hoffen, dass alle bald berufliche Alternativen finden. Vielleicht entscheidet man sich ja doch noch in ein paar Jahren es noch einmal im Kleinen zu versuchen, auch wenn es eher unwahrscheinlich ist. Auch wenn eins klar ist: Neverthink vergessen wird man nicht.

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Bastian

GrĂĽnder und Autor. Experte fĂĽr Memes, Internetkultur mit Stars und Social Media, dabei aber auch interessiert an Kino, Filmkultur & Animationsfilmen und anderem. Manchmal sarkastisch, kreativ und Gelegenheitskritiker.

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