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Was ist ein „Macher“? – Jugendwort/Meme erklärt

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Die diesjährigen Jugendwörter des Jahres sorgen wieder für eine Menge Trubel und Fragezeichen über den Köpfen der Abstimmenden. Darunter befinden sich neben durchaus bekannten Bezeichnungen wie „Bre/Bro/Bruder“ auch Ausdrücke wie „Macher“, die man zumindest vom Stamm her kennt, aber ansonsten vielleicht so noch nicht gehört hat. Aber was heißt „Macher“? Und ab wann ist man eine oder ein Macher in diesem Wortduktus?

Tatsächlich hat das Wort nämlich, wie auch zum Beispiel „Siuuuu“, vor allem durch deutsche Streamer in diese Liste gefunden, da es durch diese maßgeblich weiterverbreitet wird. Besonders einer kann sich dies besonders auf die eigene Fahne schreiben, davor sollte jedoch geklärt werden, was eigentlich die Definition des Wortes ist.

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Was ist ein "Macher"? - Jugendwort/Meme erklärt 9
Quelle: Langenscheidt, „Macher“ Definition

Was ist ein Macher? – Bedeutung, Erklärung & Herkunft

Langenscheidt schreibt selbst, dass es sich bei einem Macher um jemanden handelt, „der/die Dinge umsetzt ohne zu zögern“. Etwas besser kann man die Bedeutung allerdings verstehen, wenn man sich den Spruch anschaut, in dem das Wort „Macher“ vor allem genutzt wird, das ist nämlich „Was ein Macher“ oder „Er/sie ist einfach ein Macher“.

Macher bedeutet also etwas Ähnliches wie „Ehrenmann“, das das Jugendwort 2018 war. Jemanden, den man gerne loben würden für seine oder ihre Bemühung und die Reaktionsgeschwindigkeit, mit der die jeweilige Sache vorgenommen wurde. Wenn jemand also nicht zögert, und direkt, nachdem man danach gefragt hat, etwas Ehrenhaftes tut, kann man von einem „Macher“ sprechen.

Aber aufgepasst: Das Wort wird nicht selten auch ironisch verwendet! Dann sagt man, jemand sei ein Macher, meint aber das genaue Gegenteil.

Besonders geprägt wurde diese Bezeichnung vom Streamer EliasN97, der in den letzten Monaten immer mehr an Popularität gewonnen hatte. Er streamt regelmäßig auf der Livestreaming-Plattform Twitch und unterhält dort nicht selten Zuschauer bis in den Bereich von hunderttausend. Mittlerweile hat er sowohl auf YouTube, als auch Twitch, über 1 Million Follower, bzw. Abonnenten, aufbauen können.

Zusammenschnitte von Livestreams auch hier wichtig

Eine entscheidende Rolle spielten auch bei diesem Wort wieder die Livestream-Zusammenschnitte von Kanälen wie Hungriger Hugo, das ist dieses Jahr gleich bei mehreren Wörtern der Fall gewesen. Ohne diese würden viele, insbesondere neue Streamer, nicht auf die Zahlen kommen, die sie aktuell schreiben können – auch finden sich hier die „besten Momente“ der Livestreams und Videos wieder, nicht selten mit den markantesten Worten.

„Weil ich ein Macher bin“ – EliasN97 prägt das Jugendwort, Quelle

Dass sich daraus schnell Memes oder bekannte Sprüche entwickeln können, weil viel Inhalt kompakt in einem Video ist mit den besten Clips, sollte dabei klar sein. Wer die Videos von Zusammenschnitten verfolgt, bekommt also automatisch auch Worte wie „Macher“ zu Ohren.

Kein Wunder ist dabei auch, dass vornehmlich Streamer, die aktuell beliebt sind, automatisch auch die Jugendsprache stark prägen. Eine Entwicklung, an die man sich gewöhnen muss, denn die sozialen Netzwerke verbreiten die Sprache viel schneller als es zuvor noch möglich war und vor allem wird die Jugendsprache zunehmend überregional. So kann an mehreren Stellen das gleiche Vokabular auftauchen, die Übergänge werden immer fließender.

„Was ein Macher“ im ironischen Kontext

Wie oben erwähnt, kann das Wort aber eben auch ironisch verwendet werden, dann trifft das genaue Gegenteil zu und die Person ist kein „Macher“ mehr (und auch keine „Macherin“). Der gleiche Streamer EliasN97 hat sich in der Vergangenheit nämlich gern verrechnet und später, als man fragte, warum er sich mit dieser Lösung so sicher sei, sagte er, dass er halt „ein Macher“ sei. Das war natürlich ironisch gemeint, denn die Lösung war falsch.

Heißt, dass nicht jeder, der so bezeichnet wird, direkt das ist, was man ihm sagt. Jugendwörter fallen nämlich oft auch mal ironisch aus und bedeuten dann das Gegenteil von dem, was überhaupt gesagt werden sollte.

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