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Kommentar: Liebe Plattformen, blendet endlich die Likes aus!


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Die Empörung war zuerst groß. Nachdem Twitter/X-Besitzer Elon Musk angekündigt hatte, die öffentlichen Likes abschaffen zu wollen, waren viele von der Idee wenig begeistert. Doch der Chef der Plattform machte Ernst und schaltete diese dann vor wenigen Wochen tatsächlich ab – eine Befreiung für alle.

Die Idee von sichtbaren Likes ist in der Theorie vielleicht ganz schön, in der Praxis allerdings schnell unbrauchbar. Menschen sind zwar aneinander interessiert, was die anderen gut finden oder mögen, doch durch das Teilen per Direktnachricht oder Posten in Storys gibt es auch genug andere Wege, das mitzuteilen.

Man sollte sich für Likes nicht rechtfertigen müssen

Angefangen hatte vor einigen Jahren bereits der “Trend”, andere für ihre Likes anzugreifen. Insbesondere mit dem Aufheizen der politischen Debatte in 2016 berichteten viele Nutzer, vom jeweils anderen Lager empört die Freundschaft aufgekündigt bekommen zu haben – wegen ein paar Likes auf den falschen Inhalten.


Durch die öffentlichen Likes sieht man nämlich eben auch, was die eigenen Freunde so liken, was man selbst vielleicht gar nicht so gut findet. Und das, obwohl Likes nicht einmal zwangsläufig Zustimmung bedeuten. Einige markieren damit auch einfach schnell andere Posts, ohne aufwendig herumzuklicken und die Save-Funktion nutzen zu müssen.

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Das Ausblenden von Likes ist auch eine Art Befreiung

Insofern war die Idee Musks, die Likes aus der öffentlichen Ansicht verschwinden zu lassen, eigentlich eine Art Befreiung. Denn nicht nur bei politischen Inhalten war die Aufregung in einigen Fällen groß, wer denn dort gelikt hat. Auf Instagram wurden mittlerweile auch Experimente durchgeführt, überhaupt keine Likes mehr anzuzeigen. Folgerichtig war also von Twitter/X der Schritt, die Namen hinter den Likes auszublenden.

Denn es geht niemanden etwas an, welche Inhalte man gut findet. Dass jeder Follower das in den sozialen Netzwerken einfach einsehen kann, bei Twitter/X sogar besonders krass – nämlich direkt auf dem Profil alle zuletzt gelikten Inhalte – war eigentlich ein Unding. Während YouTube die Dislikes ausblendet, Instagram teilweise beides, war man auf Twitter/X quasi für alle sichtbar.


Und wenn man schon nicht dafür ist, dass sie ganz wegkommen, so sollte man es zumindest dem Nutzer selbst überlassen. Auch andere Plattformen sollten sich diese Funktion jedenfalls einmal überlegen.

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