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Kommentar: Boxkampf zwischen Trymacs & MckyTV ist moralisch hinterfragbar


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In der YouTube-Community ist man mal wieder ganz aus dem Häuschen, denn es gibt einen Boxkampf zwischen verschiedenen YouTubern, das Highlight sollte dabei Trymacs gegen MckyTV sein. Darauf hatte man sich Monate vorbereitet und ein Stadion mit über 12.000 Menschen gefüllt. Ob das überhaupt sinnvoll ist, hat sich dabei jedoch niemand gefragt. Ein Kommentar.

Die Tage der Gladiatoren sind gezählt, könnte man meinen. Bereits im alten Rom fanden die Einwohner es unfassbar bereichernd sich anzuschauen, wie Menschen sich entweder mit Tieren oder ihresgleichen anlegten und gegenseitig zu Tode prügelten. Heute ist man diesbezüglich zwar zivilisierter geworden, die Unterhaltung durch Gewalt ist jedoch noch immer ungebrochen.

Boxen als Sport durchaus kritisierbar

Als Leon Machere unbedingt einen Boxkampf machen wollte, war relativ schnell klar, dass es sich hierbei um eine recht dämliche Form der Sportausübung handelte. Bei angesehenen YouTubern wie Trymacs oder MckyTV scheint das aktuell jedoch gänzlich anders zu sein. Die Beiden haben sich über Monate auf den Kampf vorbereitet, wie immer wieder verkündet wurde, den nun Trymacs gewonnen hat.


Der Inhalt des Boxsportes ist es, sich gegenseitig zu schlagen und Gewalt auszuüben. Es ist damit nicht einfach eine “Sportart wie jede andere”, sondern eine solche, die dem Gegenüber auch wehtut, der davon Schmerzen erleidet. So weit, so gut, könnte man noch sagen. Meistens handelt es sich immerhin um “Profis”, die wissen, was sie dort tun und als Gefolgschaft keine jungen Menschen haben, die eigentlich Gaming-Videos gucken wollen.

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Junge Zielgruppe kann negativ beeinflusst werden

Denn wenn diese jungen Zuschauer sehen, wie sich ihre beiden Lieblingsstreamer und Influencer auf der Bühne prügeln, sieht die Sache nochmal anders aus. Es ist durchaus davon auszugehen, dass Raufereien und Prügeleien auf dem Schulhof unter Berücksichtigung der Vorbilder gehäuft vorkommen können – das findet nicht im Boxstudio statt, sondern unter noch realeren, weit gefährlicheren Bedingungen unbeaufsichtigt.

Boxsport ist generell kritisch zu sehen, da er eine Art und Weise bewirbt, die ganz und gar nicht gewaltfrei oder sinnvoll für den gesunden Umgang miteinander ist. In diesem Fall passiert das jedoch auch noch mit einer jungen Zielgruppe, die überhaupt nicht deshalb an den Beiden interessiert ist, sondern wegen deren Gaming-Videos.


Und junge Zuschauer sehen keine Taktiken oder sonstiges, sie kopieren maximal einiges davon und verstehen nicht, dass Ereignisse wie dieses nicht wirklich erstrebenswert sind.

Dazu stellt sich auch die Frage, wie man eine pazifistische, friedliche Welt erreichen möchte, wenn bereits in jungen Jahren ein Sport präsentiert wird, der vor allem Schläge und K.O.s zeigt?

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Trailer des Events von Trymacs und MckyTV

Ist Boxen überhaupt zivilisiert oder doch eher primitiv?

Die Meinungen, was die generelle Bewertung des Sports angeht, abseits von Trymacs und MckyTV, sind natürlich weit auseinander. Man kann dabei jedoch nicht leugnen, dass ein Großteil der Zuschauer vor allem an einem Schlagaustausch und Brutalität interessiert ist, selbst wenn es einigen auch um Technik und weitere Einzelheiten geht. Insbesondere die jüngere Zielgruppe wird auf solche Dinge aber nicht achten können.


Stattdessen bleibt dann ein Boxkampf übrig, der zu falschen Werten motiviert und im Jahre 2022 eigentlich als primitiv bezeichnet werden könnte, da hier auch noch Amateure, die zwar geübt haben, aber keine wirklich ausgebildeten Berufsboxer sind, gegeneinander “kämpfen”. Da wäre ein längerer Marathon ein sportlicheres Mittel gewesen. Alternativ steht dem auch ein intellektueller Sport wie Schach gegenüber, bei dem man den Gegner durchaus mit Geschick ebenfalls ins Aus verfrachten kann.

Dieser Beitrag erschien als Kommentar, der die Meinung eines Redaktionsmitglieds widerspiegelt.

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