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Far Cry 6: Lohnt es sich noch 2022?

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Far Cry 6, das neuste Spiel der bekannten Ego-Shooter Reihe aus dem Hause Ubisoft. Die große offene Welt Yaras, ein schöner, tropischer Inselstaat in der Karibik, der eine Reihe an Abenteuern bereithält, die man als Guerilla (Widerstandskämpfer), bestreiten muss.

Hintergrund des Spiels

Die Geschichte von Far Cry 6 spielt inmitten der Diktatur von Anton Castillo, dem faschistischem, in Yara geborenem Antagonisten. Sein Ziel ist es, die falschen, von den wahren Yaranern zu trennen, um sein Land aufblühen zu lassen. Dieses Ziel verfolgt er, wie jeder andere Far Cry-Antagonist auch, mit seiner Armee.


Jedoch anders als in den Vorgängern der Reihe hat er fünf Handlanger, die jedoch auf drei Hauptregionen aufgeteilt sind. Anton Castillo will die Welt, besonders aber Yara, mit einem neuen Medikament helfen, ein Heilmittel gegen Krebs, namens „Viviro“. Ein Heilmittel, welches über die heimischen Tabakpflanzen produziert wird. Diese Produktion ist jedoch mit Sklavenarbeit und dem giftigen Dünger PG-240 verbunden, der allgemein nur „Das Gift“ genannt wird. Dieses korrupte System müssen wir, die Spieler, stoppen.

Far Cry 6 Handlung

Zuerst darf man das Geschlecht des Charakters festlegen, da aber in den offiziellen Trailern und Artikeln meist die weibliche Figur gezeigt wird, werde ich mich im folgenden nur auf diese beziehen.
Die Geschichte beginnt für die Protagonistin „Dani Rojas“ in der Yaranischen Hauptstadt Esperanza.

Sie möchte mit ihren Freunden per Boot aus Yara, vor dem korrupten System Castillos flüchten, was nicht sehr erfolgreich endet. Das Boot wird geentert und letztendlich wird Dani an der Küste einer kleinen Nebeninsel angespühlt. Diese Insel dient im Spiel als das Tutorial, was dadurch aber gut vermittelt wird.

Man lernt im Zuge dessen die Freiheitsorganisation Libertad, und ihre Anführerin Clara Garcia kennen. Eine Kämpferin, die das Regime stürzen will, um Yara zu einem demokratischen Staat zu machen. Weiter lernen wir Juan Cortez, einen alten Guerilla, der zehn Männer kämpfen lässt wie 1000. Man hilft Libertad von der Insel zu entkommen, da diese durch eine Militärblockade via Schiffe geschützt ist.

Far Cry 6 Trailer, Quelle

Ab jetzt ist die Handlung wie folgt aufgebaut: Zuerst sucht man nach den ortsansässigen Freiheitskämpfern. Bei diesen muss man sich in zahlreichen Missionen beweisen, um sich ihr Vertrauen zu sichern und dann besiegt man zusammen mit ihnen den/die Handlanger der jeweiligen Region. Wiederholen.

Wenn man alle drei Regionen erfolgreich befreit hat, geht es an den Endgegner. Castillo hat, wie sich herausstellt, Leukämie und wurde von seinem Medikament Viviro, was komischerweise auch dagegen hilft, am Leben gehalten. Deshalb hat sich seine Gestalt im Laufe des Spiels sehr verändert und er sieht gegen Ende sehr krank und mitgenommen aus.

Beim Besiegen von Anton Castillo tut sich Far Cry 6, meiner Meinung nach, größte Schwäche auf. Man macht so viel, und bekommt so wenig. Anstatt dass das Spiel zulässt, dass Dani, Anton töten kann, erschießt dieser seinen Sohn, und schneidet sich danach die Kehle auf. Ein sehr unbelohnendes Ende für ein insgesamt gutes Spiel.

Kritik an Far Cry 6

Egal wie einfallslos das Spielprinzip von Far Cry 6 ist, es funktioniert.
Dani wird zur Dienerin von Libertad, sie muss Außenpunkte einnehmen, Flugabwehrgeschütze in die Luft jagen und Soldaten töten. Schade ist jedoch, dass der Spieler nach kurzer Zeit das Gefühl vermittelt bekommt, die ganze Revolution auf eigenen Schultern zu tragen. Libertad, die NPC’s machen nichts, während Dani alles macht. Von Mission zu Mission laufen kann für viele nach der Zeit nervig werden, manche nicht, Geschmackssache.

Trotz alledem muss man einen Punkt bei Far Cry 6 besonders hervorheben; Political Correctness. Die Entwickler haben sich bei ihren Ideen nicht lumpen lassen und ganz auf starke weibliche Charaktere gesetzt. In zwei von drei Regionen sind die Anführer Frauen mit einem gewaltigen Ego und einem noch schlimmeren Aggressionsproblem. Es hilft dem Spiel nicht, da es den Charakteren die Persönlichkeit zerstört, das ist der Grund, warum Anton Castillo und sein Sohn Diego die mit Abstand interessantesten Charaktere sind.
Das Spiel baut im Laufe der Geschichte, neben den Castillos, weitere gute Charaktere auf.

El Tigre und Carlos Montero sind ebenfalls Guerillakrieger, die man schnell ins Herz schließt, aufgrund ihres Humors, der trotz der Umstände passt. Hier begehen die Entwickler ihren zweiten großen Fehler. Die Charaktere, die man leiden kann, werden umgebracht. Ein weiterer frustrierender Aspekt, der dem Spiel nicht hilft, sondern nur noch mehr Wut auf das Castillo Regime auslöst. 
Durch alle diese Verluste ist man am Ende sehr niedergeschlagen, obwohl man gewonnen hat. Circa das gleiche Gefühl wie beim Vorgänger.

Fazit

Far Cry 6 lässt sich ohne Weiteres weiterempfehlen. Es macht Spaß. Besonders das Entscheiden zwischen den Spielweisen, leise als Assassine oder laut mit einem Raketenwerfer. Bei jeder Basis, bei jedem Stützpunkt von Castillos Armee kann man es sich aussuchen. Ubisoft ist auf Nummer sicher gegangen und hat sich das alte Far Cry Rezept verlassen, und wer hätte es gedacht es klappt. Die DLCs helfen dem Spiel ebenfalls noch interessanter zu werden und um noch mehr Spielzeit zu erzielen.

Ich denke, dass jeder, eine Menge Spaß mit Far Cry 6 haben kann. Mein Tipp: Wartet auf ein gutes Angebot von Ubisoft oder anderen Anbietern. Jedes Angebot unter 40 € ist es auf jeden Fall wert.

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Simon

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