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Der Drachenlord ist ausgezogen – Reist er jetzt durch Deutschland?

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Heute wurde es offiziell bestätigt: Der Drachenlord ist nach mehrwöchiger Verspätung nun aus Emskirchen ausgezogen und befindet sich nicht mehr im durchs Internet bekannt gewordene Haus in der kleinen Gemeinde in Franken. Auf YouTube hat er inzwischen zwei Videos dazu veröffentlicht, einmal ein Video namens „Bin dann mal weg“ und dann eine letzte Roomtour durch sein altes Familienhaus, indem er noch einmal alles zeigt.

Zuvor hatte er, zum Leidwesen der meisten Anwohner vor Ort, jahrelang im Elternhaus in der fränkischen Gemeinde gewohnt. Dadurch, dass er vor Jahren durch wohl ein Versehen seine Adresse an die Netzgemeinde gegeben hatte, pilgerten jedes Jahr mehrere hundert bis tausende Personen in den Ort zur sogenannten „Drachenschanze“. Rainer Winkler wurde durch seine Videos im Internet im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt.

Bei diesen Besuchen, die teilweise wie z. B. im Sommer 2018 zu einer Art Massenevent wurden, kam es auch immer wieder zu Vorfällen auf beiden Seiten. Auch abseits davon war die Polizei, wie Winkler berichtete, nahezu jeden Tag dort. Nach mehreren Gerichtsverfahren vor allem gegen den Drachenlord, aber auch einige seiner „Haider“ wurde vor wenigen Monaten deshalb klar – so kann es nicht weitergeben.

In Folge seiner geplanten Änderungen hat Winkler sein Haus deshalb an die Gemeinde verkauft und sollte sich bis Anfang Januar dieses Jahres eine neue Wohnung gesucht haben – das ist jedoch nicht eingetreten.

Drachenlords Video: „Bin dann mal weg“

Drachenlord befand sich auch nach Januar noch im Haus und wurde schließlich gezwungen, das Haus zu verlassen

Bis Anfang Januar fand Winkler jedoch keine neue Wohnung, weshalb er, wie er nun angab, eine neue Frist bekommen hat und seinen Umzug bis noch vor Kurzem hinauszögern konnte. Schließlich war das Haus Zeit seines Lebens sein Wohnort, weshalb die Gemeinde ihn erst einmal dort leben ließ und gemeinsam in Absprache mit ihm nach einer Lösung suchte.

Trotzdem wurde der Druck auf den Drachenlord, die Wohnung zu verlassen, wie er selbst berichtet, mit der Zeit immer mehr. Am Ende blieb ihm keine Wahl mehr, sodass er ausziehen musste, ohne eine neue Wohnung gefunden zu haben. Dieser Fall war eigentlich nicht geplant und von keiner der zuständigen Behörden anvisiert worden, trotzdem konnte man mit der Räumung der Wohnung nicht länger warten.

Das Haus dürfte nun also erst einmal leer stehen und was damit in Zukunft geschehen wird, unklar sein. Genauere Pläne hierfür wurden von der Gemeinde noch nicht bekannt gegeben. Das Problem mit den Drachenlord-Hatern, die zur Schanze pilgern, dürfte jedoch auch danach noch bestehen bleiben, selbst wenn womöglich mit weitaus weniger Anklang als zuvor. Eine Situation, die sich erst in den nächsten Jahren entspannen wird.

Was nun, wo wohnt der Drachenlord jetzt?

Dass er bis zum Schluss keine neue Wohnung finden konnte, lässt jetzt die Frage aufkommen, wo er nun wohnen möchte. Da das Haus jetzt bereits leer steht, wie mehrere Medien bestätigt berichteten, ist er also auf jeden Fall schon aufgebrochen und aktuell wohl auf Wohnungssuche. Die Zeit bis dahin muss er entweder in einem Hotel überbrücken oder in seinem erst kürzlich erworbenen Auto – einem Ford Ranger, den er sich vom Erlös seines Hausverkaufs gekauft hat. Seine Sachen hat er laut eigenen Angaben in einer Parzelle verstaut.

Laut einigen Augenzeugenberichten, fährt er mit diesem wohl aktuell noch in der Gegend um Emskirchen herum, bzw. wurde dort gesichtet. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass er in dieser Zeit wirklich nur in seinem Auto lebt – auch, wenn das eine Idee war, die er vor Gericht in etwa so präsentiert hatte. Sein Plan war es nämlich, durch ganz Deutschland zu fahren und so der Situation mit den „Haidern“ aus dem Weg zu gehen.

Ob Winkler nun tatsächlich eine Tournee durch Deutschland macht, bis er eine neue Wohnung gefunden hat, was für ihn aufgrund seines Rufs eventuell wirklich schwierig werden könnte, bleibt also erst einmal offen. Trotzdem bleibt ihm bei der Suche nur viel Glück zu wünschen, da die Situation auch für ihn, der immer wieder – und das nicht selten zu Recht – in der Kritik steht, nicht besonders leicht sein wird.

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