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Die besten Schnittprogramme für YouTuber 2021 (Videobearbeitung) 1

Die besten Schnittprogramme für YouTuber 2021 (Videobearbeitung)

Um gute Videos machen zu können, braucht man ein Schnittprogramm – das ist klar. Doch mit den Jahren ist auch die Auswahl immer größer geworden und entsprechend stellt sich die Frage: Welches Schnittprogramm ist das beste für meinen Zweck, kostet es Geld und wie viel Know-How brauche ich, um damit umgehen zu können?

Gerade als Anfänger sollte man beachten, dass man auch Zeit braucht sich in das Programm einzufinden. Das funktioniert meist am besten, indem man klein anfängt und seine Ziele nicht direkt zu hochsteckt, da es dann recht schnell frustrierend werden kann. Und gerade, wenn man Geld investiert hat, ist so etwas natürlich kontraproduktiv. Als Erstes stellen wir deshalb einige kostenlose Schnittprogramme vor, die sich für YouTube eignen.

1. Davinci Resolve

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Davinci Resolve und sein moderndes Design

Ein in seiner Grundversion kostenloses Schnittprogramm, das aber eines der besten ist, die es gibt, wäre Davinci Resolve. Hier ist es möglich Videos zu schneiden und zu editieren. Sogar After Effects-Nutzer, die von der Creative Cloud umsteigen, finden in Davinci Resolve oft eine kostenlose Alternative, die gegebenenfalls mit einer erweiterten Version, die aber nicht notwendig ist für den normalen Schnitt. Nicht umsonst wird Resolve bereits seit einigen Jahren immer aktiver für Kinofilme eingesetzt.

Wenn dir der Begriff Color Grading etwas sagt, ist Davinci Resolve auf jeden Fall die richtige Adresse, da das Programm hier definitiv das beste ist. Das ist jedoch nicht das einzige, da Resolve ein Allrounder ist und entsprechend nützlich für jeden Einsatz.

Wer jedoch noch nie mit einem Schnittprogramm gearbeitet hat, könnte jedoch am Anfang leicht überfordert sein von dem großen Katalog an Optionen. Es ist also definitiv Gewöhnungssache mit Resolve zu arbeiten und es lohnt sich vor allem für erfahrenere Nutzer hier mal einen Blick hineinzuwerfen. Das Beste ist jedoch für Linux-Nutzer: Resolve gibt es als eines der einzigen Programme für Windows, MacOS und Linux zugleich.

2. iMovie / Final Cut Pro X

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Einblick in Final Cut Pro X

Ein sehr bekanntes Tool ist auch iMovie, oder die erweiterte Version Final Cut Pro X. Hier ist es allerdings wichtig zu beachten, dass das Programm nur für Apple-Macs verfügbar ist oder iMovie als App für Apple-iPhones und iPads. Windows und Linux-Nutzer gehen hier also leer aus und können nicht darauf zu greifen.

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iMovie liefert dabei als Schnittprogramm alles, was man im Standard-Editing braucht. Einige Titel, Überblendungen, Funktionen zum Schnitt und mehr. Final Cut Pro X hingegen ist für Fortgeschrittene und eignet sich vor allem, wenn man größere Projekte hat oder nicht einfach nur schneiden möchte, sondern wirklich editieren (was ein Unterschied ist bei der Auswahl des Programms, auch wenn die meisten Programme in dieser Liste beides können).

Es ist für Apple-Nutzer aber auch möglich auf andere Produkte zurückzugreifen. Gerade iMovie bietet sich bei Anfängern aber an, da man das Programm kostenlos bekommt und es extra für Apple erstellt wurde, um bestmöglich mit Ressourcen usw. umzugehen.

3. Wondershare Filmora

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Wondershare Filmora Beispielbild

Filmora hat sich in den letzten Jahren tatsächlich immer mehr einen Ruf machen können bei den Schnittprogrammen. Es fällt dabei vor allem für die Einstiegsmöglichkeiten positiv auf, da es für Anfänger und den Heimbedarf gemacht wurde. Auch gibt es kostenlose Versionen, die man erst einmal ausführlich testen kann, bevor man sich dann für die kostenpflichtige Variante entscheidet.

Besonders beliebt ist Filmora eben deshalb, weil es viele Effekte einfach so anbietet und der Nutzer sie nur auf das Video ziehen muss. Das nimmt einiges an Arbeit ab, gerade für Amateure. Wenn man jedoch auch selbst Effekte machen will und dabei mehr Freiheiten möchte, gibt es wiederum bessere Programme. Für Einsteiger, Amateure und Menschen, die einfach nur ein gutes Video haben wollen und nicht stundenlang noch daran rumexperimentieren wollen, ist Wondershares Option aber auf jeden Fall einen Blick wert.

4. Premiere Pro und After Effects

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Premiere Pro und ein vertrautes Gesicht

Fast allen bekannt sollten auch Premiere Pro und After Effects sein, die gerade unter den “professionellen” Cuttern zusammen mit Davinci Resolve sehr beliebt sind. Während Premiere es verhältnismäßig “einfach” hält, geht es bei After Effects nur noch um die Effekte. Rohschnitt wird also in Premiere gemacht und der Rest dann in After Effects. Durch Adobe Link ist es auch möglich weitere Programme wie Photoshop oder Illustrator einzubinden und in die Kompositionen einzufügen.

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Das kostet allerdings auch jeden Monat über 60 Euro im Abomodell und ist somit nicht ganz billig. Wer nur Premiere braucht bezahlt etwas weniger, kostenlos gibt es die Programme allerdings nicht. Auch Schüler und Studenten bekommen Rabatt. Um sich hier einzufinden braucht es allerdings auch eine Menge Zeit. Wer denkt, dass man After Effects in zwei Wochen Crashkurs lernen kann – der irrt leider gewaltig. Bei anderen Programmen ist es für Einsteiger und Amateure deshalb wesentlich einfacher.

Empfehlen kann ich die Creative Cloud, so heißen alle Produkte bei Adobe, aber trotzdem. Man muss sie allerdings dann auch wirklich nutzen, damit es sich lohnen kann und zudem sehr geduldig und lernfähig sein. Programmabstürze sind hier zudem keine Seltenheit.

5. HitFilm Express

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Eingebunden über: Filehorse

HitFilm Express mag vom Design leicht an Premiere erinnern, ist aber am ehesten so ein Mittelding zwischen Davinci Resolve und Premiere. Ich habe bisher noch nicht so viele Erfahrungen hiermit gesammelt, das kostenlose Programm soll aber gar nicht so schlecht sein. Um auf alle Funktionen zugreifen zu können, muss die Premium-Version erworben werden.

Fazit

Letztendlich muss man sich selbst entscheiden, welches Programm man am liebsten verwenden möchte. Bei Premiere kann man mit dem Programm allein wenig machen, bekommt durch After Effects und die anderen Applikationen aber eine Menge geboten und kann das alles etwas umständlich verlinken. Bei Filmora bekommt man eine ganze Palette an unterschiedlichen Templates, die man einfach einbauen und so schnell schöne Videos erstellen kann. Bei Davinci Resolve und HitFilm Express wiederum bekommt man ein Programm, das sowohl Premiere, als auch After Effects, abdeckt und bei Final Cut Pro X bekommt man einfach nur die eigene Apple-Software, die dafür aber auch ziemlich gut ist und auch in Richtung Davinci Resolve und HitFilm Express geht.

Es ist im Übrigen auch kein Verbrechen erst einmal zu testen, welches das beste Schnittprogramm für einen selbst ist. Es spricht außerdem nichts dagegen auch mal mehrere Programme einzusetzen, die sich dann gegenseitig ergänzen können.

Bastbra

Seriöser als die Existenz von Bielefeld, Sarkasmusgottheit und Gelegenheitskritiker

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Spectaculus

Sehr gut geschriebener Artikel. Ironischerweise hab ich mit den genannten Programmen null Erfahrung. Ich hatte mal eine 1-Jahres-Version von Magix Video Deluxe, mit der ich recht gut klarkam. Lightworks hatte ich auch mal auf dem PC, das war mir aber mehrere Stufen zu komplex…

Random Joke

Ein sehr schöner Guide! Davinci, habe ich mal für eine Zeit lang versucht zulernen, aber irgendwann es doch aufgeben, ist jetzt schon gut ein Jahr her, glaube ich. Aber was hier steht mach mich neugierig, es eine zweite Chance zugeben, vielleicht ist es dann wirklich mehr was für mich als ich dachte. Filmora, hatte ich ebenfalls kurz benutzt und tatsächlich sogar drin mal zwei bis drei Videos geschnitten, ich war zwar mit dem Programm zufrieden und es hat mir auch keine Probleme gemacht, aber irgendwie bin ich doch dann umgestiegen auf ein anderes. Zu den anderen drei kann ich leider… Weiterlesen »

Bastbra

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