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Alle Classic Doctors erklärt - Doctor Whos Charaktere 7

Alle Classic Doctors erklärt – Doctor Whos Charaktere

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Die britische Sci-Fiction Serie „Doctor Who“ feiert in diesem Jahr, ihr 60-jähriges Jubiläum. Sowohl früher als auch heute begeistern die Abenteuer der blauen Polizeibox, die durch Raum und Zeit reist. Und mit dem bald schon 16ten Schauspieler, der den Mantel übernehmen wird, haben wir schon zahlreiche Doctors in den Jahren bekommen.

Doch was macht sie genau einzigartig? Wie haben sich die klassischen Doctors unterschieden und was blieb gleich über all diese Jahre? Bei diesem Artikel konzentrieren wir uns die Doctors vom Start der 60er bis zu den 90er, die sogenannte „Classic Who“ Ära. Ein weiterer Artikel, der sich auf die Doctors der neuen Serie fokussiert, wird später folgen. Hier werden zunächst die klassischen Doctor Whos erklärt, also alle „alten“ Doctor Who Charaktere.


Grundwissen zum Doctor und der Serie – Was ist Doctor Who eigentlich? Und Doctor Who Classic?

Doch bevor wir anfangen, nochmal paar wichtige Fakten. Der Doctor ist ein Alien vom Planeten Galifrey. Er gehört der Rasse der Time Lords an. Er reist mit einer blauen Polizeibox durch Raum und Zeit. Diese ist die sogenannte „TARDIS“, eine Raum- und Zeitmaschine, die eigentlich einen Tarnmodus hat, aber seit der ersten Episode das Aussehen einer britischen Polizeibox der 1960er Jahren hat.

Persönlich hält der Doctor aber wenig von seiner eigenen Rasse und ist deshalb auch mit seiner Enkelin Susan geflohen und hat eine TARDIS geklaut. Natürlich hat der Doctor auch paar Gegner, seien es nun die an den Faschismus angelehnten „Daleks“, deren Aufgabe es ist, den Doctor und Andere zu eliminieren; die sogenannten „Cybermen“, die früher mal normale Menschen waren, aber modifiziert wurden und keine Gefühle oder Emotionen besitzen; oder auch „der Master“, der ehemalige beste Freund des Doctors, der zum größten Erzfeind wurde.

Die Doctor Whos, die alles gestartet haben

Im Jahre 1963 starte die BBC eine Sci-Fiction Serie, deren Erfolg zur damaligen Zeit undenkbar war. In der Hauptrolle war Willaim Hartnell zusehen, dieser spielte den Doctor. Ein leicht mürrischer und manchmal auch Konflikt suchender älterer Mann, der mit seiner Enkelin Susan, als auch ihren zwei Lehrern Ian und Barbara durch Raum und Zeit reist.

Über die Zeit hinweg verließen alle drei Begleiter die Serie und neue kamen dazu oder verschwanden auch wieder. Dabei blieb Hartnells Doctor eine Konstante, welche immer blieb. Über die Serie hinweg wurde aus dem doch leicht selbstverliebten und teilweise egoistischen Doctor ein Mann mit einem Herz (oder in dem Falle: zwei) nun am richtigen Fleck. Hartnell selbst behaupte, seine Figur wäre eine Mischung aus dem Weihnachtsmann und dem Zauberer von Oz. Doch nach 3 Jahren kam es für seinen Doctor zum Ende.

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Durch gesundheitliche Gründe musste sich Hartnell von der Rolle zurückziehen und ein Recast musste her; dieses aber war anders als manch andere Recastings einer Rolle. Den das neue Gesicht des Doctors wurde essenziell adressiert und nicht ignoriert, wie bei anderen Recastings oft der Fall war. So wurde Patrick Throughton, damals Mitte 40, zum zweiten Doctor.

Auch wenn dieser immer noch denselben Charakter spielte, so hatte er verschiedene neue Eigenschaften, die sein Vorgänger nicht hatte. So spielte er vor, ein Idiot zu sein, damit ihm seine Gegner unterschätzen und er sie mit seinem Genie überraschen kann. Er wirkte von daher außen relativ naiv, aber im Inneren hatte er immer ein Plan auf Lager.

Aber auch seine Zeit hielt nicht so lange und so verabschiedete er sich in der zehnteiligen episodenübergreifenden Serie „The War Games“, wo er, von den Time Lords ins Exil auf die Erde geschickt, gezwungen wird ohne seine TARDIS für Recht und Ordnung zu sorgen. Er wurde auch gezwungen, mal wieder sein Gesicht zu ändern.

Der etwas andere Doctor

Pertwees Doctor unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von seinen zwei Vorgängern. Mit dem ersten Doctor der 70er änderte sich das Programm drastisch. Statt Abenteuer durch Raum und Zeit wurde es zu einer Serie mit einem Militärteam, der sogenannten „UNIT-Family“, welche mit dem Doctor unter anderem Alien-Invasionen im Griff hielt. Pertwee war dabei der erste Schauspieler, der die Rolle für vier statt den typischen drei Jahren seiner Vorgänger annahm.

Sein Doctor war außerdem mehr im Geschehen, sei es nun das Kämpfen usw., involviert als Throughtons oder Hartnells. Das Humoristische, was Throughton in die Rolle brachte, behielt diese Inkarnation aber, auch wenn es runtergeschraubt wurde. Sein Doctor war auch der Erste, der gegen den größten Erzfeind aller Doctoren antreten musste: Den Master.

Aber nach 3 Jahren Alien Invasionsgeschichten und einem Flug mit der TARDIS durch Raum und Zeit mit der ikonischen Begleiterin Sarah Jane Smith endete die Reise für Pertwees Doctor. Und aus der Asche vom Alten entstand bis dato der wohl ikonischste Doctor von „Classic Who“ und smot eine Ikone der Doctor Who-Serie.

Der ikonischste Doctor bei Doctor Who

Nach den zahlreichen Abenteuern mit der UNIT-Family musste ein weiterer Mini-Neustart her. Auch wenn man schon in dem letzten Jahr von Pertwee immer mal wieder paar Abenteuer, die eher in die Kerbe des ersten und zweiten Doctor fielen, hatte. So entfernte man sich komplett von den Alien-Invasionen auf der Erde, aber bevor diese Änderung in vollem Gang kam, hatte man die Geschichte „Robot“ als Startpunkt für eine neue Ära und als Abschiedsgruß der Alten.

„Robot“ ist mit vielen Elementen eine Handlung, wie sie in den Pertwee-Jahren erschienen wäre, viele der typische Handlungselemente waren vorhanden, deshalb diente die Story sehr gut, um uns den vierten Doctor näher zubringen und zu zeigen, wie er im Kontrast zu seinem Vorgänger stand.

Wieder einmal war dieser ein deutlich schrillerer Doctor, der seine ganz eigene Art hatte. Anders als bei Throughton konnte man aber nie genau sagen, ob er dies wegen seines Genies machte oder doch nur verrückt drauf war. Und dennoch konnte Bakers Version die Herzen der Fans erobern.

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Clip aus Doctor Who

Dabei hatte er zahlreiche Begleiter, sei nun die beliebte Sarah Jane oder auch die Timelord-Lady Romana, gespielt von jeweils zwei Darstellerinnen. Auch stellte Baker einen Rekord auf, mit der längsten Zeit, in der ein Schauspieler den Doctor in der Serie spielte. Laut Baker selbst hat er aber nie eine Rolle gespielt und sei einfach nur so drauf gewesen, wie er in der Realität oft war – was seine Co-Stars auch zahlreiche Male bestätigt haben.

Die Doctoren der 80er Jahre / Doctor Who 1980er

Mehr als eine halbe Dekade mit einem so beliebten Doctor zu haben, machte es natürlich viel schwerer, einen passenden Nachfolger zu finden. Als John Nathan Turner die Serie als Hauptproduzent im letzten Baker-Jahr übernahm, suchte er nach jemanden, der so anders im Vergleich zu Baker ist. Diesen fand er mit dem damals 29-jährigen Peter Davison.

Davisons Doctor war dabei der erste Doctor einer schwierigen Ära für Doctor Who. Er war der erste Doctor, der die „Outfit Gimmicks“ hatte, dabei spiegelt sein Look sein relativ junges Alter wider, auch wenn er mitunter eine der wohl eher mürrischen Inkarnationen ist. Genauso wie der 11te Doctor spielte Davison seinen, als wäre er ein alter Mann, gefangen im Körper eines jungen Mannes.

Sowohl zu seiner Zeit in der Serie, als auch bei Audiobooks von Big Finish ist es der Doctor, der mitunter die meisten Verluste hatte. Im vorletzten Handlungsbogen seiner letzten Staffel, opfert er sich, um erst kürzlich neue Begleiterin Peri zu retten – in einer der wohl beliebten Doctor Who Geschichten aller Zeiten: „The Caves of Androzani„.

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Clip aus Doctor Who

Dabei war die Staffel noch nicht zu Ende, die letzte Story übernahm der sechste Doctor; der erste, der wirklich kontrovers war unter „Doctor Who“-Fans. Sein Outfit strahlt nur von Farben und soll im Kontrast stehen zu seiner Art, die selbstverliebt, stur und überheblich ist.

Durch weitere Abenteuer später in Audioform konnte er aber seiner Rolle mehr Tiefe geben und entwickelt sich durchaus zu einer der warmherzigsten Inkarnationen, auch wenn etwas davon in seiner zweiten Staffel „Trial of the Timelord“ schon zu sehen war. Aber mit den sinkenden Quoten musste jemand Neues her und so wurde Baker nach nur zwei Staffeln gefeuert und ersetzt.

Slyvester McCoy übernahm den Platz von Baker für die letzten Staffeln der Originalserie. Sein Charakter steht dabei sehr im Kontrast zu seinem Vorgänger, so wirkte er in seiner ersten eigenen Staffel sehr ähnlich wie Bakers Doctor, aber durch die darauf folgenden zwei Staffeln wurde eines deutlich: Es ist nur eine Fassade.

Dies erinnert stark an den zweiten Doctor, der auch eine Fassade annahm, dennoch aber brachte der siebte Doctor auch andere Eigenschaften mit sich, so ist er ein Manipulator und im Kern eine düsterere Inkarnation als viele seiner Vorgänger zuvor, wenn es hart auf hart kommt, hat er immer einen Trick auf Lager.

Und anders als viele der vorherige Doctoren wollte man diesen hier wieder in das Mysterium gehen, die Frage: „Doctor Wer?“ sollten sich die Zuschauer wieder stellten, doch diese Storyline konnte nur weitergeführt werden in Bücher, deren Kanon-Status, bis heute, bestritten werden kann.

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Clip aus Doctor Who

Die Serie wurde von der BBC abgesetzt, abseits von Büchern, Audiobooks und einem Charity-Special verschwand Doctor Who von der Bildfläche, die von vielen Fans getauften „Wilderness Years“ hat damit begonnen.

Der einmalige Doctor / Ende 1980 Doctor Who

Nachdem die Serie Ende der 80er abgesetzt wurde, gab es immer wieder Versuche, die Serie neu aufleben zu lassen. Viele der Versuche scheiterten. Das Hin und Her ging dabei bis Mitte der 90er, bis man einen Deal mit dem US-Sender FOX einging, für einen Pilotfilm, wenn dieser erfolgreich wird, so würde man eine Serie bestellen und diese mit BBC coproduzieren.

In der Hauptrolle des Doctors, war zuvor Slyvester McCoy, der wieder seine Rolle des siebten Doctor aufnahm und Paul McGann, der hiermit sein Debüut als der Doctor feiern konnte. Paul McGann. McGann’s Doctor wird dabei von vielen Fans der Serie als eine Mitte zwischen Classic Who und New Who gesehen. Anders als seine Vorgänger war er viel romantischer angesiedelt.

Aber der Film konnte die gewünschten Einschaltquote bei FOX in den USA nicht knacken, somit wurden auch alle Pläne für eine neue Serie auf Eis gelegt, McGann’s Doctor blieb somit für eine längere Zeit der einmalige; ehe das für Audiobooks bekannte Studio „Big Finish“ an die Tür von McGann klopfte, um neue Abenteuer mit ihm in Audioform zu produzieren.

Ein weiteres Abenteuer mit McGann als den Doctor sahen wir in dem Short „The Night of the Doctor“, wo wir gesehen haben, warum er sich entschlossen hat, zum War Doctor zu werden. Mit 7 Minuten konnte McGann viele Fans noch einmal begeistern und viele wünschten sich schon da ein Spin-off, was mehr seiner Abenteuer gezeigt hätte, zu diesem kam es nicht. Trotz großer Nachfrage von Fans und McGann selbst.

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Der Kurzfilm „The Night of the Doctor“ von Doctor Who, Quelle: YouTube

Einen weiteren Auftritt hatte er im Centenary Special der BBC „The Power of the Doctor“, der letzten Episode der dreizehnte Doctor(in). In dieser Episode sahen wir auch den 5.-7. Doctor, sowie auch David Bradley, der die Rolle des ersten Doctor nach „Twice Upon a Time“ (2017) nochmals aufnimmt.

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Daniel

Dein Lieblingsautor aus Bielefeld, ah warte, da war ja was...

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