Ironiz #011: Echt dreist!

Was sich manche Menschen einfallen lassen ist manchmal einfach nur noch dreist. Doch was sich erst vor ein paar Tagen in einem Rewe-Markt in Österreich abgespielt hat, das schlägt dem Fass den Boden aus.

Donnerstag, Elbenstraße 25, Wien. Der Verkäufer Edgar W. ist momentan damit beschäftigt die Zeitschriften aufzufüllen, als ein Kunde mit zwei Begleitern ihn darauf aufmerksam macht, dass die Kasse nicht besetzt ist. “Was sich die Kunden heute alles einfallen lassen, damit das Personal springt, unglaublich!”, dachte er sich nach eigenen Aussagen zur Presseagentur dpd, “Da fällt Ihnen ja nichts mehr ein zu!” Doch trotzdem blieb er in aller Höflichkeit und ging mit dem Kunden zur Kasse, wie es die gute Schule will.

“Der Kunde hat dann seine sieben Sachen auf das Band gelegt und zugeschaut, wie die Waren langsam zu mir angeschlittert kamen. Der hat Augen gemacht, wie flott ich die eingescannt habe.” Doch das war es noch nicht, denn was danach kam, das erschreckte den 34-jährigen Verkäufer so, dass er sich fast verrechnet hätte. “Nachdem ich dem seine Einkäufe im Warenwert von 25 € eingescannt hatte und er bezahlt hatte, fragte der einfach noch nach Sammelstickern. Da war ich nartürlich schwer empört. Sowas freches.”

Der Marktleiter der Rewe-Filiale sagte zu diesem Verhalten später in einer Pressekonferenz: “Normalerweise hat der Kunde kein Anrecht auf die Sticker, wenn ein Verkäufer sie ausgibt, dann immer nur, weil er es auch machen will. Danach zu fragen, wird als Unverschämtheit angesehen und ist es auch.”

Doch was nach dieser Frage kam, das frustrierte auch alle Kunden im Markt. Der Käufer bekam seine Sticker und packte dann seine Tasche aus. Der Verkäufer konnte sich nicht mehr halten und sank sofort zu Boden. Denn der Käufer zog eine ALDI-Tasche hervor und verpackte darin seine erworbenen Einkäufe. Danach verließ er samt Begleiter die Filiale.

Die Polizei aus Niederösterreich äußerte sich laut offiziellem Statement so: “Gegen den Betreffenden wurde am Landesgerichtshof Wien Anklage erstattet wegen Beleidigung und Image-Schadens. Der Unbekannte kann sich auf ein saftiges Bußgeld bereitmachen und vermutlich eine Bewährungsstrafe. Der bedienende Verkäufer wird momentan im St. Fransikus Krankenhaus stationär behandelt, außerdem genießt er psyschologischen Beistand.”

Wie die Sache weitergeht, das kann noch Niemand sicher sagen, aber es bleibt wohl spannend, ob der dreiste Käufer und seine zwei Begleiter, die ebenfalls eine Geldstrafe erwartet, noch gefasst wird. Die zwei Begleiter wurden übrigens von Kunden des Marktes als 25 Zentimeter großer Block und einen etwa 20-30 Zentimeter großer Lüfter erkannt. Die Sache bleibt wohl äußerst mysteriös.

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Das existierende Wesen, das in diesem Moment den Inhalt dieses Kastens liest, wird seine endoplasmatischen Oxidationswerte summieren. Doch wird man den Inhalt auch mit fulminanter Aufmerksamkeit lesen?